Die neue Pflegefinanzierung unter der Lupe

Careum Forschung arbeitet mit im Evaluationsteam

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lässt die Neuordnung der Pflegefinanzierung evaluieren. Beauftragt wurde eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von INFRAS, Careum Forschung mit seiner Expertise zu Angehörigenforschung ist mit dabei.

Die Ausgangslage

Seit fünf Jahren ist die neue Pflegefinanzierung in Kraft. Mit der Gesetzesänderung sollte klar geregelt werden, wie Pflegekosten unter den obligatorischen Krankenversicherern, Versicherten, Kantonen und Gemeinden aufgeteilt und übernommen werden. Pflegebedürftige dürfen demnach höchstens mit 20 % beteiligt werden. Kantone und Gemeinden müssen für die Restfinanzierung aufkommen. Die Absicht war, dass die Krankenversicherungen und stark pflegebedürftige Personen nicht immer höhere Kosten tragen sollten. Den Zuschlag für die Evaluation bekam das Projektteam aus INFRAS (Führung), Careum Forschung und Landolt Rechtsanwälte.

Die Evaluation soll die tatsächlichen Wirkungen untersuchen

Das BAG ist gesetzlich verpflichtet, die Durchführung und Wirkung des Gesetzes zu überprüfen, dabei geht es um sehr komplexe Fragen:

  • Wie wird die Revision auf Kantons- und Gemeindeebene konkret umgesetzt?
  • Welche Konsequenzen hat die Revision z.B. für die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen, für die Entwicklung der Pflegekosten, für die finanziellen Verpflichtungen der öffentlichen Hand?
  • Und was verändert sich durch die neue Pflegefinanzierung für die Leistungserbringer in punkto Angebot an Pflegeleistungen?
  • Nicht zuletzt geht es  dabei um die Frage, wie sich die Entscheide im Pflegeprozess aus der Sicht der verschiedenen Beteiligten verändert haben.

Careum Forschung verfügt über langjährige Erfahrungen mit Leistungserbringern und Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Es gibt wenige Forschungseinrichtungen, die so klar auf die Perspektive des Lebens mit chronischer Krankheit am Gesundheitsstandort Privathaushalt ausgerichtet sind. Und die diese Menschen ebenso in den Fokus rücken wie die sie betreuenden und pflegenden An- und Zugehörigen. Die Ergebnisse der Evaluation werden in einem detaillierten, übersichtlichen und leserfreundlichen Schlussbericht veröffentlicht.

 

Weiterführende Informationen