Helfenden Kindern ein Gesicht geben

Artikel im Zürcher Unterländer vom 1.10.16

Sarah Ketterer ist zehn Jahre alt. Sie geht in die Schule, shoppt gerne, reitet, malt oder fährt Fahrrad. Ein ganz normales Mädchen wie andere in ihrem Alter – ausser dem Umstand, dass sie bereits seit vier Jahren in die Betreuung und Pflege ihrer an rheumatoider Arthritis erkrankten Mutter involviert ist. Sie gibt den Young Carers in der Schweiz ein Gesicht.

Lesen Sie hier mehr über ihre Situation im Zürcher Unterländer vorm 1. Oktober 2016 oder schauen Sie hier den Beitrag über sie in 10vor10 vom 3. August 2016.


Careum Forschung untersucht die Situation von Young Carers in der Schweiz

Young Carers übernehmen Pflegeaufgaben, oft auf regelmässiger Basis, und tragen damit eine Verantwortung, die normalerweise mit Erwachsenen in Verbindung gebracht wird. Die pflegebedürftige Person ist meist ein Elternteil, kann aber auch ein Geschwister, ein Grosselternteil oder ein anderer Angehöriger mit einer körperlichen, psychischen oder kognitiven Gesundheitsbeeinträchtigung sein. Internationale Studien zeigen, dass es sich bei den Young Carers um ein globales Phänomen handelt. In Ländern, für die bereits Studien vorliegen, liegt der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Pflegeaufgaben zwischen zwei und vier Prozent. Ähnliche Zahlen sind auch für die Schweiz anzunehmen.

In der Schweiz besteht zur Situation pflegender Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener unter 25 Jahren eine Forschungslücke. Weder sind deren Anzahl noch Art und Umfang ihrer Aufgaben sowie deren Auswirkungen auf sie bekannt. Auch die Bedürfnisse und die Wünsche der Betroffenen selbst sowie ihrer Familien sind nicht erforscht. Das Forschungsprogramm «learn & care» von Careum Forschung beabsichtigt, die Daten- und Forschungslücke für die Schweiz zu schliessen.

Mehr zu den Projekten von «learn & care» hier.