Careum Forschung auf dem UNO-Parkett

Am Uno-Hauptsitz in New York wurden Fragen zu sozialer Entwicklung diskutiert. In der Schweizer Delegation mit dabei war Iren Bischofberger von Careum Forschung.

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Am UNO-Hauptsitz in New York fand vom 29. Januar bis 7. Februar 2018 die 56. Kommissionssitzung für soziale Entwicklung statt. Diese Kommission berät die Vereinten Nationen bei weltweit brennenden sozialen Fragen. Auf der Traktandenliste stehen deshalb jeweils internationale Deklarationen, Resolutionen und Aktionspläne, vor allem der Stand ihrer Umsetzung seit Einführung. Dazu gehört beispielsweise die Madrid Deklaration mit Aktionsplan und dessen Umsetzung zum Alter und Altern.

Auch die Schweiz war an der Veranstaltung vertreten: Das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV engagierte sich dieses Jahr am dritten Konferenztag spezifisch zu Fragen des Alters. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation, der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit und dem Schweizerischen Seniorenrat organisierte es ein Side Panel.

 

Nicht ohne Betroffene diskutieren

Mit der schweizerischen Delegation in New York war auch Prof. Dr. Iren Bischofberger von Careum Forschung, dem Forschungsinstitut der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit. Sie präsentierte Erkenntnisse aus dem 10-jährigen F+E-Programm «work & care – Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege». Dabei unterstrich sie vor allem, was beim Übergang vom Erwerbsleben in die Rente zu beachten sei. Wie ein roter Faden zog sich die Zusammenarbeit mit betroffenen Angehörigen durch ihr Referat. Sie schloss dieses mit der zentralen Botschaft: «Diskutiert nicht ohne, sondern mit den Betroffenen!»

An diesen Appell knüpfte Roland Grunder an. Der Co-Präsident des Schweizerischen Seniorenrates repräsentiert als 75-jähriger rund 2.5 Mio AHV-Renterinnen und -Rentner.

 

Langlebigkeit als Herausforderung

Im Plenarsaal der Kommission wurde deutlich, dass gerade die Schweiz mit ihrer wirtschaftlich privilegierten Situation und ihrer langen Tradition des politischen Friedens eine besondere Verantwortung für die soziale Entwicklung rund um den Globus hat. Gleichzeitig zeigte die Diskussion im Side Panel, dass die Schweiz mit der Langlebigkeit ihrer Bevölkerung selber grosse Herausforderungen zu meistern hat. Japan mit der höchsten Lebenserwartung macht vor, wie man solche Herausforderungen schultern kann: Die 82-jährige Referentin Masako Wakamiya zeigte den Nutzen digitaler Technologie für Seniorinnen und Senioren auf. Sie selbst hatte erst nach ihrem achzigsten Geburtstag das Programmieren erlernt und daraufhin eine App für Smartphones entwickelt.