Der FaGe-Schweizermeistertitel 2018 geht ins Wallis

Sabrina Marchetti (GR), Celine Hess (LU) und Amélia Brossy (VS) mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann (v.l.) bei der Medaillenvergabe. Bilder: SwissSkills 2018 / Stefan Marthaler

Amélia Brossy hat sich gegen 19 Konkurrentinnen und Konkurrenten aus zehn Schweizer Kantonen und Regionen durchgesetzt und an den SwissSkills 2018 die höchste Auszeichnung geholt. Die 20-jährige Fachfrau Gesundheit (FaGe) vom Kantonsspital Wallis ist damit Schweizermeisterin. Auf dem zweiten Platz rangiert Celine Hess vom Luzerner Kantonsspital. Bronze geht an Sabrina Marchetti vom Kantonsspital Graubünden. Durchgeführt hat die Berufs-Schweizermeisterschaften der Fachmänner und Fachfrauen Gesundheit vom 12. bis 15. September 2018 OdASanté, die Nationale Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit.

Kandidatinnen und Kandidaten aus zwei Sprachregionen

An den Wettkämpfen im Gesundheitsbereich beteiligten sich 17 Kandidatinnen und Kandidaten aus der Deutschschweiz und drei aus der französischen Schweiz, wie OdASanté in einer Medienmitteilung schreibt. Sie vertraten die Kantone Zürich, Genf, Appenzell, St. Gallen, Basel, Solothurn, Luzern, Aargau, Graubünden, Wallis, Thurgau und Bern inklusive des Berner Jura. Den Wettkampf bestritten sie jeweils in ihrer Muttersprache, also auf Deutsch oder Französisch.

Während des Wettkampfs mussten die Kandidatinnen und Kandidaten in einer Wettkampfsequenz an Patientenschauspielerinnen und -schauspielern ihre Kompetenz beweisen. Beurteilt wurde der Gesamtprozess, der sich aus mehreren Pflegesituationen zusammensetzt. Dabei wurde bewertet, ob die Kandidatinnen und Kandidaten in der Lage sind, diesen Prozess professionell umzusetzen. Neben den Fertigkeiten waren speziell Fähigkeiten wie Kommunikationsvermögen und Arbeitsorganisation gefordert. Die Bewertung erfolgte nach ähnlichen Kriterien, wie sie im Rahmen eines Qualifikationsverfahrens zur Anwendung kommen.

Medaillenvergabe in der Postfinance Arena

Die drei Finalistinnen durften am Samstagabend, 15. September, ihre verdienten Medaillen in der Postfinance Arena in Bern entgegennehmen. Dazu Urs Sieber, Geschäftsführer von OdASanté: «Die drei Medaillenträgerinnen haben einen super Job gemacht: Sie haben sich gegen die Besten der Besten aus zehn Kantonen behauptet und dürfen zurecht stolz sein auf ihre Leistung. Die Branche ist jedenfalls sehr stolz auf sie!»

Michael Gysi, CEO der Careum Stiftung, ist begeistert von der Plattform für die jungen Berufsleute: «Mit den Wettkämpfen für Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit gewinnen die Gesundheitsberufe an Sichtbarkeit beim jungen Publikum, sind es doch alles attraktive Professionen mit Perspektiven für ein ganzes Berufsleben. Berufe mit Zukunft eben!» Um die Wichtigkeit der Berufs-Schweizermeisterschaften zu unterstreichen, hat Careum die eigene Fachveranstaltung extra im Rahmen der SwissSkills 2018 in Bern durchgeführt. Die gut 80 Teilnehmenden haben am Careum Forum 2018 im Stade de Suisse mit FaGe-Weltmeisterin Irina Tuor darüber diskutiert, wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachleute im Gesundheitswesen schon heute gelingt und morgen noch besser wird.

Nächstes Ziel Kasan?

In den kommenden Monaten klärt OdASanté ab, ob eine Teilnahme der Gesundheitsbranche an den WorldSkills Competitions 2019 in Kasan möglich ist, um den Titel von FaGe-Weltmeisterin Irina Tuor verteidigen zu können. Den Entscheid fällt und kommuniziert sie spätestens Ende November 2018.

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