Barrierefreier Tourismusraum Bodensee

Wenn Personen mit Assistenzbedarf Ferien machen, sehen sie sich vor diverse Hürden gestellt. Ein Einzelprojekt im Rahmen des IBH Living Labs AAL befasst sich mit dem Abbau solcher Barrieren in der Tourismusregion Bodenseeraum.

Projektteam BTB Barrierefreier Tourismusraum Bodensee (rechts aussen: Heidi Kaspar, Careum)

Im Rahmen des IBH Living Labs AAL der Internationalen Bodensee Hochschule startete Anfang März 2018 das Projekt BTB Barrierefreier Tourismusraum Bodensee, in dem fünf Hochschul- und Praxispartner aus der Schweiz und Deutschland zusammenarbeiten. Auch Careum Forschung (Kalaidos Fachhochschule Gesundheit) ist am Projekt beteiligt, das bis Oktober 2020 läuft.

Der Bodenseeraum ist nicht nur ein wichtiger Lebens- und Wirtschaftsraum, sondern auch ein beliebter Tourismusraum, wo auch Gäste mit Assistenzbedarf gerne Ferien verbringen wollen. Ziel des Projekts ist es, Barrieren zu identifizieren, die sich Feriengästen mit Assistenzbedarf stellen, wenn sie am Bodensee Ferien verbringen wollen. Solche Hürden sollen mit Hilfe von Assistenztechnologien und -dienstleistungen möglichst minimiert werden.

Im Fokus steht der gesamte Ablauf der Ferienreise: angefangen bei der Festlegung des Ferienziels, über die Planung, die Anreise sowie den Aufenthalt des Feriengastes inklusive Freizeitaktivitäten bis hin zur Rückreise und allfälligen Abrechnung mit Krankenkassen und Versicherungen. Im Rahmen des Projektes werden verfügbare Assistenztechnologien und -Services evaluiert, die helfen, solche Barrieren zu überwinden. Dazu werden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Hotels im Bodenseeraum sogenannte Hotel-Living-Labs mit den identifizierten Assistenztechnologien- und -Services ausgestattet. Feriengäste mit Assistenzbedarf können diese Angebote ausprobieren und werden dabei wissenschaftlich begleitet.