15. Schweizerischer Case Management Kongress

Was ist Komplexität überhaupt? Ulrich & Fluri definieren diese (1992) so: «Komplexität ist die Vielfalt der einwirkenden Faktoren und dem Ausmass ihrer gegenseitigen Interdependenzen und charakterisiert diese als Merkmal schlecht strukturierbarer Entscheidungssituationen». Diese Tatsache macht Sachlagen und Situationen im Case Management unvorhersehbar und erfordert einen breiten Kompetenzrucksack, da komplexe Fälle auf komplexe Hilfesysteme treffen.

Für die jeweiligen Problemlagen die richtigen Angebote zu finden, gehört zur beruflichen Herausforderung. Doch wer bestimmt die Komplexität – und gibt es ein einheitliches Verständnis dafür? Was ist der optimale Umgang mit Komplexität und welche Erfahrungen gibt es damit? Weiter stellt sich die Frage, ob das Case Management es schafft, Komplexität zu reduzieren – oder erweitert sie diese gar?

Der diesjährige Kongress des Netzwerkes Case Management Schweiz, der am Mittwoch, 13. September 2017, im Technopark Zürich durchgeführt wird, gibt einen Überblick zum Thema «Komplexität» aus Sicht verschiedener Fachrichtungen. Unterschiedliche Handlungsstrategien werden aufgezeigt, um «Komplexität» handhabbar zu machen.

Am Morgen wird das Thema «Komplexität» aus verschiedenen Blickwinkeln umfassend beleuchtet. In den sechs Foren am Nachmittag gehen Fachpersonen vertieft auf den Praxisalltag verschiedenster Fachgebiete ein. Dr. Beat Sottas, Mitglied des Stiftungsrats und des Leitenden Ausschusses von Careum, wird einen Beitrag zum Thema «Komplex dynamisch, komplex adaptiv, komplett egal – oder: kann Bildung Inkompetenz verhindern?» liefern.

Der Kongress zum Thema «Komplexität – reduziert oder erweitert durch Case Management?» soll gleichzeitig Anregung, Information und Werkzeuge für den Alltag bieten.

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