Gesundheitsförderung Schweiz: 14 Projekte genehmigt

Gesundheitsförderung Schweiz fördert in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit Projekte im Bereich Prävention in der Gesundheitsversorgung (PGV). Im Rahmen der Förderrunde 2018 wurden 14 Projektanträge genehmigt. Die ausgewählten Projekte werden mit insgesamt 10,5 Mio. Franken gefördert. Careum freut sich, gleich in zwei der ausgewählten Projekte mitzuarbeiten.

Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs), Suchtproblematiken und psychische Erkrankungen verursachen viel Leid und Kosten und stellen die Gesundheitsversorgung in der Schweiz vor grosse Herausforderungen. Im Rahmen der Nationalen Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie 2017-2024), die vom Bund und den Kantonen entwickelt wurde, soll die Prävention in der Gesundheitsversorgung über die gesamte Versorgungskette gestärkt werden. So kann die Lebensqualität und Autonomie der Patientinnen und Patienten gefördert und ihr Behandlungsbedarf vermindert werden.

Das Konzept Prävention in der Gesundheitsversorgung wurde gemeinsam von Gesundheitsförderung Schweiz und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) erarbeitet. Von 2018 bis 2024 stehen dafür jährlich durchschnittlich rund 6 Millionen Franken zur Verfügung.

Mit der Finanzierung von entsprechenden Projekten setzt sich Gesundheitsförderung Schweiz zum Ziel, in Zusammenarbeit mit dem BAG praxistaugliche und wirksame Ansätze zu identifizieren, damit diese anschliessend zur breiten Umsetzung zur Verfügung stehen.
 

14 Projekte machen das Rennen, Careum in zwei Projekten mit dabei

Die Ankündigung der ersten Ausschreibung Ende 2017 stiess auf grosses Interesse. 2018 wurden insgesamt 115 Projektskizzen eingereicht. Aus den zahlreichen guten Projektskizzen wurden im Zuge der ersten Runde schliesslich 14 Projekte zur Förderung ausgewählt. Die Freude ist deshalb gross, dass Careum gleich in zwei der ausgewählten Projekte beteiligt ist: Careum Stiftung im Projekt «Selbstcheck Gesundheitskompetente Organisation» und Careum Weiterbildung im Projekt «Kompass».
 

Projekt «Selbstcheck Gesundheitskompetente Organisation»

Will eine Organisation ihre eigene Gesundheitskompetenz stärken, muss sie zunächst ihre Stärken und vor allem auch ihre Schwächen – und damit den Handlungsbedarf – erkennen. Dies kann mit Hilfe eines Selbstbeurteilungsinstrumentes geschehen. Das Projekt «Selbstcheck Gesundheitskompetente Organisation» wird im Rahmen des neu gestarteten Programms «Gesundheitskompetenz Zürich» (Trägerschaft: Gesundheitsdirektion Kanton Zürich und Careum Stiftung) durchgeführt. Es hat zum Ziel, ein Instrument für die Selbstbeurteilung zu entwickeln und anschliessend allen interessierten Organisationen verfügbar zu machen. Mit dem Selbstcheck werden Leistungserbringer befähigt, sich zu gesundheitskompetenteren Organisationen zu entwickeln.

Projektpartner: Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, Careum Stiftung, mediX zürich, Spitex Zürich Limmat

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Projekt «Kompass»

Das Projekt hat das Ziel, das Selbstmanagement im Bereich der muskuloskelettalen Erkrankungen (wie beispielsweise entzündlich-rheumatische Erkrankungen oder Osteoporose) stärker in die Gesundheitsversorgung einzubinden und so die Selbstmanagement-Kompetenz von Betroffenen zu stärken. Im Projekt KOMPASS werden die bewährten Inhalte von Selbstmanagement-Angeboten auf den Ebenen «Wissen» (beispielsweise Therapiemöglichkeiten), «Fertigkeiten» (beispielsweise Symptombeobachtung) und «Motivation» (beispielsweise Lebensstilanpassung im Bereich Bewegung) durch medizinische Praxis-Fachpersonen (MPA) vermittelt. Das Angebot findet im Rahmen von Einzelberatungen innerhalb der ambulanten rheumatologischen Praxis statt. Betroffene Personen werden durch die Rheumatologinnen und Rheumatologen und/oder die MPA auf das für sie kostenlose Beratungsangebot aufmerksam gemacht.

Vertragspartner: Rheumaliga Schweiz
Konsortiumspartner: Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie, Schweizerischer Verband Medizinischer Praxis-Fachpersonen, Careum Weiterbildung

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Weitere Informationen

Medienmitteilung der Gesundheitsförderung Schweiz zur Förderrunde 2018

Careum News Gesundheitskompetenz im Kanton Zürich, Pressekonferenz vom 8. Januar 2019