InterKIM – ein neues interprofessionelles Lehrmodul

Die Medizinische Fakultät Heidelberg (D) hat ein neues interprofessionelles Lehrmodul für Komplementäre und Integrative Medizin entwickelt und eingeführt. Zur Kick-Off-Veranstaltung von «InterKIM» am 19. April 2018 war auch Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich, Leiterin Careum Bildungsentwicklung, eingeladen. Sie erklärte in ihrem Kurzreferat, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit im Kontext der Herausforderungen und Trends in der Gesundheitsversorgung an Bedeutung gewonnen hat. Im engeren Sinn ist damit die Zusammenarbeit von Fachpersonen aus Gesundheits- und Medizinalberufen in berufs- und sektorenübergreifenden Teams gemeint. Im weiteren Sinn gehört auch die Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen dazu.

Dr. Kaap-Fröhlich führte weiter aus, dass interprofessionelle Zusammenarbeit alle Berufe im Gesundheitswesen betrifft und nicht nur Medizin und Pflege. Dass bereits in der Ausbildung miteinander, voneinander und übereinander gelernt wird, hilft die interprofessionelle Zusammenarbeit zu verbessern. Querschnittsthemen wie Integrative Medizin oder auch Gesundheitskompetenz interprofessionell zu lehren, setzt dabei neue Impulse in den Ausbildungen. Wichtig ist laut Dr. Kaap-Fröhlich, dass bei allen interprofessionellen Bemühungen immer die Versorgung des Patienten oder der Patientin im Zentrum steht.

Mit Award ausgezeichnet

Die Careum Stiftung ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit von Fachpersonen aus Gesundheit und Medizin der Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung ist. Deshalb engagiert sie sich bereits seit vielen Jahren für den Ausbau von interprofessionellen Lernangeboten in der Ausbildung. Die Bemühungen wurden auch schon gewürdigt: Ende November 2017 hat die Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) die Ausbildungsmodule «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik – Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten» und «Notfallsituationen – Interventionen» mit dem Award «Interprofessionalität» ausgezeichnet. Die Module wurden von Careum Bildungsentwicklung, der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und dem Careum Bildungszentrum gemeinsam entwickelt.

Interprofessionelle Ausbildungsstation in Zürich

Careum arbeitet zudem an einem weiteren Meilenstein mit: Am UniversitätsSpital Zürich soll eine schweizweit einmalige und innovative «Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation» (ZIPAS) nach skandinavischem Vorbild entstehen. Die Idee ist, dass angehende Ärztinnen und Ärzte sowie angehende Gesundheitsfachpersonen im Team Patientinnen und Patienten unter Supervision versorgen. Für das Projekt spannen die sechs Institutionen Careum Stiftung, Medizinische Fakultät der Universität Zürich, UniversitätsSpital Zürich, Careum AG Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Departement Gesundheit) sowie das kantonale Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen zusammen.

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Interprofessionelles Lehrmodul für Komplementäre und Integrative Medizin in Heidelberg
Interprofessionalität als wichtiges Thema bei Careum
Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation (ZIPAS)