Was macht unabhängig?

14. Workshop des Netzwerks Independent Living

Netzwerk Independent Living, Führung Kalkbreite

Das Netzwerk Independent Living tagte am 12. und 13. Mai 2016 zum vierzehnten Mal. Es war zugleich der erste Workshop unter der neuen Federführung in Zürich. Erst im vergangenen Jahr hatte Careum Forschung das 2009 an der Universität St. Gallen gegründete Netzwerk übernommen. An zwei Tagen diskutierten die rund 30 Teilnehmenden aus Immobilienwirtschaft, IT, Forschung und Wohlfahrtsorganisationen, was es braucht, damit Menschen mit Beeinträchtigung bei hoher Lebensqualität am Gesundheitsstandort Privathaushalt leben können. Die Genossenschaft Kalkbreite diente gleichzeitig als Tagungsort für den ersten Tag sowie auch als Anschauungsbeispiel für innovative Lösungen.

Unabhängigkeit, Wahlmöglichkeiten und Assistive Robotik

«Macht macht unabhängig», sagte Peter Wehrli, Leiter des Zürcher Zentrums für selbstbestimmtes Leben. Dabei sprach er sich dezidiert dafür aus, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung jene finanziellen Mittel, die für ihre Unterstützung gedacht sind, möglichst selbstbestimmt einsetzen können. Damit die Betroffenen ihre Wahlmöglichkeit auch ausüben können, brauche es nicht nur die Mittel, sondern auch geeignete Vertriebskanäle, betonte am zweiten Workshoptag am Balgrist Campus Birgid Eberhardt. Die Referentin wies schlüssig nach, dass bei steigender Komplexität keiner der bekannten Vertriebskanäle – weder Fachgrosshandel, Handwerk oder Dienstleister – dazu in der Lage ist. Erste Ideen für neue Lösungen wurden intensiv diskutiert. An der anschliessenden Besichtigung des Rehabilitation Engineering Laboratory RELAB liessen sich die Teilnehmenden von Prof. Roger Gassert und seinem Team über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich Assistive Robotik informieren.

Detailliertes Programm 14. IL-NW-Workshop

Der nächste Workshop findet am 27.  und 28. Oktober 2016 statt.