Gemeinschaftliche Wohnformen als Versuchslabor für gesellschaftliche Fragen

Prof. Dr. Ulrich Otto bei Radio SRF4News

Gemeinschaftliches Wohnen liegt im Trend. Denn immer mehr Menschen, die eine Wohnung suchen, wollen nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf. Sozial durchmischte Wohnprojekte, häufig mitten in der Stadt, sind an verschiedenen Orten am Entstehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren sich selber, teilen Räume und Infrastruktur.

Im Feiertagsprogramm strahlte SRF4News eine Reportage zum kollektiven Wohnen aus. SRF-Redaktorin Maj-Britt Horlacher besuchte genossenschaftliche Wohnprojekte und sprach mit Fachleuten. Prof. Dr. Ulrich Otto, Leiter Careum Forschung, erläuterte die Gründe für den Wunsch nach gemeinschaftlichen Wohnformen. Er betonte, dass heute nicht mehr nur Personen aus dem alternativen Milieu kollektive Wohnformen nutzten. «Alle möglichen Bevölkerungskreise finden sich inzwischen in gemeinschaftlichen Wohnalternativen», sagte er. Damit ändere sich die öffentliche Wahrnehmung kollektiven Wohnens, das nicht mehr so exotisch sei. Gemeinschaftliche Wohnformen seien gesellschaftspolitisch als Versuche bedeutend, um Antworten auf Fragen wie Wohnen im Alter und Flächenverbrauch zu finden.

Ulrich Otto beschäftigt sich im laufenden Forschungsprojekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» mit kollektivem Wohnen. Das gemeinsame Projekt mit dem ETH-Wohnforum zielt unter anderem auf eine Bestandsaufnahme der Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnprojekte im Kanton Zürich, inklusive generationen-über­grei­fender Formen.

SRF4News, Reportage «Im Kollektiv wohnen», 24. Dezember 2014:


Weitere Informationen zum Projekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» hier