Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen

Gut besuchte Abendveranstaltung zum Bericht des Bundesrates vom 5. Dezember 2014

Gegen 70 Fachpersonen aus allen Praxisfeldern des Gesundheits- und Sozialwesens diskutierten am 15. Januar den Bericht des Bundesrates «Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen». Zur Abendveranstaltung in Zürich lud Careum Forschung ein.

Angehörige sind seit langem massgeblich Beteiligte in der häuslichen, aber auch stationären Gesundheitsversorgung. Sie engagieren sich mit oder ohne Berufstätigkeit für ihre erkrankten, behinderten oder älteren Nächsten jeden Alters. Der Bundesrat hat erkannt, dass sie eine wichtige Ressource im Gesundheitswesen sind und präsentierte am 5. Dezember 2014 seinen Bericht zur Unterstützung von Angehörigen. Dieser Bericht bot die Grundlage, Chancen und Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren.

Zu Gast waren Salome von Greyerz, Leiterin Abteilung für Gesundheitsstrategien beim Bundesamt für Gesundheit, die den Bericht und seine vier Handlungsfelder vorstellte. Elsbeth Fischer-Doetzkies diskutierte den Bericht aus ihrer persönlichen Sicht einer Angehörigen, die aber keineswegs ein Einzelfall darstellt. Christine Rex, Pflegeexpertin RegioSpitex Limmattal und Studiengangleiterin an der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit, stellte aus der Sicht der Spitex und der Bildung die Frage: «Was ändert sich mit dem Bundesratsbericht?»

Die Referentinnen waren sich einig, dass der Bericht einen wichtigen Anfang darstellt, sich mit der Bedeutung der pflegenden Angehörigen zu befassen. Die Gespräche machten aber auch deutlich, dass der Diskussionsbedarf gross ist. Nationalrätin Silvia Schenker, die als Präsidentin der Subkommission Familienpolitik am Postulat wesentlich beteiligt war, das den Anstoss für den Bericht gab, forderte in einer Videobotschaft dazu auf, sich für die Anliegen der Angehörigen auch politisch immer wieder zu engagieren.

Die Diskussion wird im Careum-Blog weitergeführt: blog.careum.ch

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