Neue Wohnformen im Alter

Am internationalen «Tag der älteren Menschen» (1. Oktober 2018) lud Pro Senectute Kanton Zug zu einer Filmvorstellung und einer animierten Podiumsdiskussion ein, u. a. mit Prof. Dr. Ulrich Otto (Leiter Careum Forschung). Ziel war es, über verschiedene Wohnformern im Alter zu diskutieren.

Foto: Michael Gaida/Pixabay

Alternative Wohnformen im Alter: Rund 100 Personen nahmen an der kostenlosen Veranstaltung  der Pro Senectute Kanton Zug teil. Gemeinsam schauten die Seniorinnen und Senioren den Spielfilm «Si on vivait tous ensemble?» (Deutscher Titel: «Und wenn wir alle zusammenziehen?»), der auf lockere Art und Weise das Thema des gemeinsamen Wohnens  – im Film in Form einer Alters-WG – behandelt.
Danach stellt Moderatorin Sushma Patricia Banz (Leiterin Bildung und Kultur, Pro Senectute Zug) die Podiumsgäste vor: Kurt Landis (Leiter Alternative Wohnformen im Alter Kanton Zug), Tina Arndt (dipl. Architektin ETH SIA und Frau baut AG) sowie Prof. Dr. Ulrich Otto (Leitung Forschung Careum Stiftung).

Arndt erklärt, dass sie mit vier Frauen aus verschiedenen Berufen eine AG gegründet habe, die in erster Linie alleinstehende Frauen berät: «Durch unsere unterschiedlichen Berufe sind wir flexibel und verfügen über ein breites Know-How. Alleinstehende Frauen bewegen sich im Pensionsalter wegen verschiedener Faktoren vermehrt am finanziellen Limit. Wir finden mit alterstauglichen Einbauten und einfachen Abtrenn-Möglichkeiten für ein gemeinsames und spannendes Wohnen Lösungen. Die Wohnungen sind dabei so erschwinglich und zentral wie möglich.» Sie finde, dass das Thema der Wohnformen im Alter auch vermehrt politisch thematisiert werden müsse.

Prof. Dr. Ulrich Otto stellt klar: «Gemeinschaftliches Wohnen ist wirtschaftliches Wohnen! Um das grosse Sparpotential in Zukunft zu nutzen, braucht es Gruppen, die mutig Ideen und Lösungen für robuste Wohnformen präsentieren.» Weiter redet er von systematischen Wohnnachbarschaften als bereits existierende Wohnform, wo man sich gegenseitig wohn- und pflegetechnisch unterstützt. Landis findet: «Herausfordernd sind die hohen Landpreise im Kanton, weshalb auch vermehrt kleinere altersgerechte Wohnungen attraktiv werden.»

Quelle: Rückblick, Gemeinsam stärker – Neue Wohnformen im Alter, Website Pro Senectute

Lesen Sie dazu auch den Artikel Veranstaltung zu kreativen Wohnformen im Alter von Nils Rogenmoser in der Zuger Zeitung vom 2. Oktober 2018.