Zwei interprofessionelle Lernmodule ausgezeichnet

Grosse Ehre für Careum Bildungsentwicklung, das Careum Bildungszentrum und die medizinische Fakultät der Universität Zürich am 2. Symposium für Interprofessionalität: Sie erhielten am 30. November im Kursaal in Bern zwei Awards für ihre gemeinsamen interprofessionellen Bemühungen. Gabriele Schroeder, Projektleiterin Interprofessionelle Ausbildung bei Careum Bildungsentwicklung, Dr. Chrisitan Schirlo, Stabsleiter des Dekanats der medizinischen Fakultät der Universität Zürich, und Ruth Aeberhard, Bereichsleiterin Höhere Fachschulen beim Careum Bildungszentrum, standen stellvertretend für das ganze Entwicklungs- und Umsetzungsteam auf der Bühne. Die Auszeichnungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) haben sich die beiden Ausbildungsmodule «Notfallsituationen – Interventionen» und «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik– Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten» verdient. Sie wurden in Zusammenarbeit zwischen Careum Bildungsentwicklung, der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und dem Careum Bildungszentrum entwickelt.

Zusammenarbeit als Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung

Wie teilt man einer kranken Person mit, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Modul «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik – Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten». Angehende Ärztinnen und Ärzte sowie angehende Pflegefachpersonen lernen dabei gemeinsam in einem Rollenspiel am Krankenbett, wie sie einer Simulationspatientin oder einem Simulationspatienten eine lebenseinschneidende Nachricht überbringen können. Im Modul «Notfallsituationen – Interventionen» können Studierende der Medizin und Auszubildende der Pflege in simulierten Notfallsituationen im Team das interprofessionelle Handeln und Kommunizieren trainieren.

Careum ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit von Fachpersonen aus Gesundheit und Medizin der Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung ist. Ein neues Projekt soll deshalb prüfen, ob am UniversitätsSpital Zürich eine schweizweit einmalige und innovative «Interprofessionelle klinische Ausbildungsstation Zürich» (IPKA-ZH) nach skandinavischem Vorbild installiert werden kann. Die Idee ist, dass angehende Ärztinnen und Ärzte sowie angehende Gesundheitsfachpersonen im Team Patientinnen und Patienten unter Supervision versorgen. Für das Projekt spannen die sechs Institutionen Careum Stiftung, Medizinische Fakultät der Universität Zürich, UniversitätsSpital Zürich, Careum AG Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Departement Gesundheit) sowie das kantonale Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen zusammen.

31 Gesuche, 18 Auszeichnungen

Die SAMW hat 2014 eine «Charta» veröffentlicht, um die Zusammenarbeit der Fachleute im Gesundheitswesen zu stimulieren. 2016 hat sie erst erstmals einen Award ausgeschrieben, um «Best Practice»-Beispiele von Interprofessionalität auszuzeichnen. Auf die zweite Ausschreibung des SAMW-Award «Interprofessionalität» sind in diesem Jahr total 31 Gesuche eingegangen. 18 konnten mit dem Preis ausgezeichnet werden.

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Interprofessionelle Ausbildungsmodule für Medizin und Pflege
Poster «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik – Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten»
Poster «Notfallsituationen – Interventionen»
«Interprofessionelle klinische Ausbildungsstation Zürich»
SAMW-Award