Projektstart «Technik im Quartier»

Wie kann man selbstständiges Altern mit Technik unterstützen? Ein Drei-Länder-Projekt untersucht, welche Rahmenbedingungen helfen, selbstständig und selbstbestimmt im Quartier älter zu werden.

Menschen altern in ihrem sozialen Nahraum – im vertrauten Stadtteil, Quartier oder im Dorf. Im Alter verkleinert sich zwar ihr Bewegungsradius, trotzdem wollen sie weiterhin soziale Kontakte pflegen können und mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Viele neue Quartierskonzepte, wie zum Beispiel AWIQ in Frauenfeld, zielen darauf ab, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um älteren Menschen das selbständige Wohnen und Leben in ihrer gewohnten Umgebung in sinnvoller Weise zu ermöglichen. Dies auch, um die demografischen Herausforderungen durch eine zunehmend älter werdende Gesellschaft zu meistern.

Technikunterstütztes Altern

Technik birgt Chancen, das Altern im Quartier zu erleichtern. Aber wie lässt sich Altern im Quartier konkret durch Technik unterstützen? Wie trägt Technik dazu bei, Quartiere altersfreundlich zu gestalten? Wie kann eine Nachbarschaftshilfe mithilfe technischer Unterstützung organisiert werden? Welche Rahmenbedingungen und Kompetenzen braucht es, damit auch ältere Menschen gut und möglichst selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können?
Diese und andere Fragen möchte das Projekt «Technik im Quartier» des IBH-Living Lab beantworten. In den drei Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz wird mittlerweile stark, aber sehr unterschiedlich auf Quartiersansätze gesetzt – allerdings praktisch ohne länderübergreifenden Erfahrungstransfer. Das Drei-Länder-Projekt «Technik im Quartier» setzt hier an. Besonders ist: Attraktive, vernetzende Plattformen werden in sozialen Quartieren weiterentwickelt, wo bereits eine Mobilisierung der Bevölkerung stattgefunden hat. Mitte April fand der Kick-Off zum Projekt mit allen Projektpartner auf dem Careum Campus statt.

IBH Living Lab
Careum Forschung, das Forschungsinstitut der Kalaidos Fachhochschule Departement Gesundheit, ist Teil des grossen Interreg-Verbundprojekts IBH-Living Lab «Active & Assisted Living». Dieses ist eines von drei Living Labs, das zur Stärkung der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Region von der Internationalen Bodensee Hochschule (IBH) – einer Vereinigung deutscher, österreichischer, liechtensteinischer und schweizerischer Hochschulen im Raum Bodensee – initiiert wurde. Es wird vom Interreg-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» gefördert. Careum Forschung war Gastgeber des Konsortialmeetings, an dem sich elf Hochschulen und mehrere Sozialdienst- und Technikpartner aus der Bodenseeregion beteiligen.

Projekt «Technik im Quartier»:
Projektlead: HS Furtwangen, Projektleiter: Christoph Kunze
Projektpartner: ZHAW, Kalaidos Fachhochschule, FH Vorarlberg, FHS St.Gallen, Belvita AG, Sozialdienste Götzis, Stadt Frauenfeld
Projektlaufzeit: 01.03.2018 – 31.10.2020

 

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Weitere Informationen zu den Projekten rund um das Interreg-Verbundprojekt IBH-Living Lab «Active & Assisted Living» bietet der gerade erschienene Jahresbericht der IBH.