Erste interprofessionelle Ausbildungsstation

Am UniversitätsSpital Zürich wird ab Oktober 2019 eine schweizweit einmalige interprofessionelle Ausbildungsstation betrieben. Lernende und Studierende aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen und Bildungsstufen betreuen dort während jeweils eines Monats unter Supervision gemeinsam Patientinnen und Patienten.

Die «Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation» (ZIPAS) wurde nach einjähriger Machbarkeits- und Planungsphase im Herbst 2018 am UniversitätsSpital Zürich an der Klinik für Neurologie in einem Pilotprojekt umgesetzt. Dabei wurden Erfahrungen gesammelt und ausgewertet. Dr. Gert Ulrich leitete das Projekt: «Studierende aus den Bereichen Pflege, Medizin sowie Physio- und Ergotherapie und auszubildende Fachpersonen Gesundheit haben dabei selbständig und interprofessionell Patientinnen und Patienten betreut.» Supervisiert wurden sie von erfahrenen Pflegefachpersonen, Kaderärzten und Therapeuten, den sogenannten Facilitators.

An der Klinik für Neurologie wurden während je vier Wochen zwei ZIPAS-Pilotprojekte durchgeführt und evaluiert. Diese verliefen für alle Beteiligten erfolgreich. Deshalb wird das Projekt von Careum Bildungszentrum, Careum Stiftung, Medizinische Fakultät der Universität Zürich, UniversitätsSpital Zürich, Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Departement Gesundheit) per Herbst dieses Jahres definitiv umgesetzt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Für die Careum Stiftung bedeutet dies einen wichtigen Meilenstein im jahrelangen Engagement für interprofessionelle Ausbildung im Gesundheitswesen.

Studierende und Lernende für die Zukunft fit machen

In der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin und in der Klinik für Traumatologie wird am UniversitätsSpital Zürich je eine ZIPAS-Station eingerichtet. «Studierende und Lernende aus unterschiedlichen Professionen und Bildungsstufen lernen dabei von-, mit- und übereinander», freut sich Projektleiter Dr. Gert Ulrich. Sie bereiten sich so schon während der Ausbildung auf die spätere Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen im Gesundheitswesen vor. Letztlich soll dadurch die Patientenversorgung optimiert werden.

Mit diesem Kooperationsprojekt schlagen Universität, Universitätsspital, Fachhochschule und höhere Fachschule eine neue Richtung für die Bildung im Gesundheitswesen ein. Ziel ist, das Projekt schweizweit auszurollen, sodass möglichst viele Auszubildende von ZIPAS profitieren können. «Das Konzept kann auf weitere medizinische Fachbereiche, Spitäler oder Berufsgruppen ausgeweitet werden», erklärt Gert Ulrich. Um dies möglich zu machen und die Qualität zu sichern, werden alle relevanten Inhalte in Form eines ZIPAS-Handbuchs aufbereitet. Bereits sind die universitären Spitäler in Zürich sowie schweizweit weitere Spitäler an ZIPAS interessiert: Konkret plant der Balgrist als orthopädische Universitätsklinik zwei Pilotphasen im Mai und November 2019.

Mehr erfahren

Mehr Informationen und ein Video vom ZIPAS-Pilotprojekt finden Sie hier.