ZIPAS: Teil eines Sammelwerks zu Interprofessionalität

Der Zürcher interprofessionellen klinischen Ausbildungsstation (ZIPAS) wird eine besondere Ehre zuteil. Ihr ist ein eigenes Kapitel im Sammelwerk «Interprofessionelles Lernen, Lehren und Arbeiten. Gesundheits- und Sozialprofessionen auf dem Weg zu kooperativer Praxis» gewidmet, das kürzlich im Beltz Verlag erschienen ist. Das Buchprojekt wurde von Prof. Michael Ewers und seiner Mitarbeiterin Doreen Herinek von der Berliner Charité sowie Dr. Elise Paradis von der University of Toronto lanciert. Das Sammelwerk enthält internationale Beiträge, Diskurse und Entwicklungen im Themenfeld der Interprofessionalität und bereitet diese erstmals für die deutschsprachigen Länder auf.

Das Buch beleuchtet ausgewählte Aspekte der interprofessionellen Bildungsarbeit, der kooperativen Praxis sowie der darauf ausgerichteten Forschung. Dies vor dem Hintergrund, dass sich das interprofessionelle Lernen, Lehren und Arbeiten der verschiedenen Gesundheits- und Sozialprofessionen international zu einem wichtigen Zukunftsthema entwickelt hat. Am Kapitel über ZIPAS haben Projektleiter Dr. Gert Ulrich und die Leiterin von Careum Bildungsentwicklung Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich sowie Ruth Aeberhard vom Careum Bildungszentrum, Dr. Eva-Maria Panfil vom Universitätsspital Zürich, Prof. Dr. Claudia Witt von der Universität Zürich und Emanuel Feusi von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften mitgewirkt.

Schweizweit einmalige interprofessionelle Ausbildungsstation

ZIPAS ist ein Gemeinschaftsprojekt von Careum Bildungszentrum, Careum Stiftung, Medizinische Fakultät der Universität Zürich, Universitätsspital Zürich, Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Departement Gesundheit). Nach einer Machbarkeits-, Planungs- und Testphase wird das Universitätsspital Zürich ab Oktober 2019 das schweizweit einmalige Konzept definitiv einführen. In der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin und in der Klinik für Traumatologie werden je eine ZIPAS-Station eingerichtet. Lernende und Studierende aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen und Bildungsstufen betreuen dort unter Supervision gemeinsam Patientinnen und Patienten. Sie bereiten sich so schon während der Ausbildung auf die spätere Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen im Gesundheitswesen vor. Letztlich soll dadurch die Patientenversorgung optimiert werden.

Das Ziel ist es, das Projekt schweizweit auszurollen, sodass möglichst viele Auszubildende von ZIPAS profitieren können. Bereits sind weitere Spitäler an ZIPAS interessiert: Konkret plant der Balgrist als orthopädische Universitätsklinik zwei Pilotphasen im Mai und November 2019.

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