Forschungsnachwuchs am Zukunftstag

Am nationalen Zukunftstag dürfen jeweils Kinder und Jugendliche ihre Eltern oder nahen Verwandten an die Arbeitsstelle begleiten. Hunderte von Betrieben, Organisationen, Fach- und Hochschulen in der ganzen Schweiz öffnen dabei ihre Türen. Forschungsnachwuchs im wahrsten Sinne des Wortes fand sich deshalb am 9. November 2017 auch auf dem Careum Campus ein.

Welche Arbeit macht meine Mutter, meine Schwester eigentlich genau?

Nora, Geraldine und Magdalena, zwischen 7 und 12 Jahren alt, wollten genauer wissen, was ihre Mütter oder Schwester jeweils tun, wenn sie  bei Careum Forschung arbeiten. Im Rahmen des Vormittagsprogramms lernten sie deshalb auf einer Führung zuerst einmal den Campus und die verschiedenen Bereiche der Careum Stiftung kennen. Dann durften sie den Stiftungspräsidenten Hans Gut in seinem Büro besuchen und ihm einige Fragen stellen.


Aha, es geht um alte und kranke Menschen!

Mit ihren gezückten Bleistiften und Schreibblöcken kehrten sie in die Forschungsabteilung zurück und führten weitere Interviews. Sie lernten so den Alltag der Forscherinnen und Forscher sowie einige Facetten der Versorgungs- und Pflegeforschung kennen. Ihr Fazit: «Careum hilft alten und kranken Menschen», meint Nora. Magdalena weiss: «Es gibt immer mehr alte Menschen! Und die brauchen Hilfe, wenn sie alt sind.» Geraldine ist nach dem Gespräch mit Prof. Dr. Agnes Leu beeindruckt: «Ich wusste nicht, dass Kinder in meinem Alter bereits kranke Familienmitglieder pflegen oder betreuen müssen!»


Web, soziale Medien und Mails, Mails, Mails...

Dass komplexe Forschungsergebnisse verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich nahe gebracht werden, lernen sie in der Wissenschaftskommunikation. Wichtige Kanäle sind dabei Website, Twitter oder Facebook. Gemeinsam wurde unter allgemeiner Erheiterung ein kurzes Erklärvideo animiert und mit Computerstimmen synchronisiert.

Allgemein war der Eindruck der Mädchen, dass viel am Computer geschieht und dass viele, viele Mails geschrieben werden. Etwas langweilig manchmal, so ihr Tenor.

Poster präsentieren wie richtige Forscherinnen

Ihre Eindrücke hielten die drei Mädchen am Schluss auf einem Poster fest und präsentierten ihre Ergebnisse den Mitarbeitenden von Careum Forschung. Ihr Fazit fiel positiv aus. Etwas mehr Pause hätten sie sich gewünscht und Hunger hätten sie, aber sonst hatte ihnen Careum Forschung sehr gefallen. Was sie denn werden wollten, wenn sie erwachsen sind? Autorin, Tierärztin, Springreiterin, meinten sie nach einigem Nachdenken.

Der Zukunftstag bei Careum Forschung war ein erster Testballon. Falls auch zukünftig Nachfrage besteht und Kinder von Mitarbeitenden Interesse zeigen, soll der Anlass breiter und für alle Bereiche von Careum durchgeführt werden.