Älter werden in München

Eine Studie zeigt auf, was sich die Menschen in München für das Älterwerden wünschen.

Ausgangslage

Wie stellt sich die Generation der «Babyboomer» ihr Alter vor? Was kennzeichnet das Älterwerden in einer stark wachsenden Grossstadt für die 55–75-Jährigen? Welche Bedürfnisse an den Stadtraum, das Wohnen, die Pflege und das soziale Umfeld sind damit verbunden? Das Projekt hat die vielfältigen Facetten des grossstädtischen Älterwerdens in München untersucht. Schliesslich wurden konkrete Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung der Lebenswelten der zukünftig Älteren erarbeitet – auch mit Blick auf andere Gemeinden.

Projekt

Die Studie beinhaltete unterschiedliche Methoden. Eine standardisierte schriftliche Befragung von 10 000 Personen im Alter von 55–75 Jahren wurde mit qualitativen Methoden wie Stadtteilbegehungen, Expertinnen- und Experteninterviews, aktivierende Fotoverfahren (Photo Elicitation Interviews) und Fokusgruppengesprächen unter anderem mit Menschen in besonderen Lebenslagen kombiniert. Neben den heute 55–64-Jährigen wurden die heute 65–74-Jährigen einbezogen, um die Unterschiede in den Bedürfnissen der heute und zukünftig Älterwerdenden herauszuarbeiten. Zusätzlich wurden weitere Forschungsergebnisse und statistische Daten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hinzugezogen.

Spezifisch für die Studie ist:

  • der interdisziplinäre Ansatz mit der Verknüpfung von integrierter Stadtentwicklungsplanung und ökogeron­to­lo­gischen Aspekten,
  • die sozialräumliche Herangehensweise mit Fokus auf zehn Stadtquartiere in fünf unterschiedlichen Quar­tiers­ty­pen,
  • das Mehrmethodendesign mit zugleich aktivierenden Elementen,
  • die Zentrierung auf die Vorstellungen und Perspektiven der «jungen Alten» vor oder im Übergang von der Er­werbs- zur Ruhestandsphase, verbunden mit der
  • prospektiven Fragerichtung: Wie können wir uns heute darauf vorbereiten, dass diese ressourcenreiche Grup­pe deutlich anders altern wird und ihr Altern gestalten möchte als bisherige Generationen?


Interdisziplinäres Projektteam

Careum Forschung: Prof. Dr. Ulrich Otto (Leiter)
Institut Weeber+Partner, Stuttgart: Gabriele Steffen, Philip Klein, Lisa Abele (Lead)
In enger Abstimmung mit Landeshauptstadt München und Oberster Baubehörde Bayern

Drittmittel

Landeshauptstadt München sowie Oberste Baubehörde Bayern

Laufzeit

2013–2015

Abschlussbericht

Abschlussbericht und weitere Informationen zum Projekt

Medienberichte

Loerzer, Sven (10. Mai 2015). Zwicken und Zwacken. München für ältere Menschen. Süddeutsche Zeitung. Volltext