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Care Migration

Bei der Betreuung pflegebedürftiger Menschen in ihrem eigenen Zuhause bildet sich ein transnationaler Arbeitsmarkt. Careum Forschung untersucht in mehreren Projektkooperationen verschiedene Aspekte dieses Phänomens, das als Care Migration bezeichnet wird.

Care-Migrantinnen in der häuslichen Versorgung

Der Bedarf an Betreuung und Pflege von kranken, behinderten oder hochaltrigen Personen steigt – sowohl in Heimen als auch in Privathaushalten. Die Gründe dafür liegen im demografischen Wandel und in der Zunahme chronischer Erkrankungen. Ein langes Leben und Fortschritte in der Gesundheitsversorgung sind Zeichen einer modernen Gesellschaft mit hohem Lebensstandard. Aber die hohe Lebenserwartung und neue Therapieformen bringen auch längere, anspruchsvollere Pflegeverläufe mit sich – unabhängig von Alter und Behinderung. Gleichzeitig werden Versorgungsarrangements vor dem Hintergrund der Leitmaxime «ambulant vor stationär» zunehmend in den häuslichen Raum verlagert.

Professionelle Pflege- und Betreuungsdienste sind zwar zentrale Akteure in der häuslichen Versorgung. Parallel dazu entwickelt sich jedoch ein transnationaler Betreuungsmarkt, in dem Care-Migrantinnen in Privathaushalten von pflegebedürftigen Personen arbeiten und oft als «Live-ins» auch wohnen. In der Deutschschweiz sind dies vor allem Frauen aus Deutschland und aus osteuropäischen EU-Ländern. Meist kehren sie nach einer vereinbarten Arbeitsphase in ihre Herkunftsländer zurück und tauschen den Dienst mit anderen Migrantinnen. Dies wird als «Pendelmigration» bezeichnet. Das Phänomen der Care Migration untersucht Careum Forschung in mehreren Projektkooperationen aus der Versorgungsoptik.

Fernsehen SRF1, 10vor10, 12. März 2015: Urteil mit Folgen – eine Care-Migrantin erhielt vor einem Basler Gericht zusätzliche Entschädigungen zugesprochen.

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