Mit Querschnittlähmung zu Hause leben

Careum Forschung untersucht, wie sich Menschen mit Querschnittlähmung ihr Leben zu Hause organisieren.

Ausgangslage

Angebote für die Betreuung und Unterstützung zu Hause sind in der Schweiz oft nicht umfassend verfügbar. Ausserdem kann deren langfristige Finanzierung schwierig sein. Seit 2012 besteht die Möglichkeit, über den Assistenzbeitrag der Invalidenversicherung Personen für die Betreuung und Unterstützung im Alltag zu engagieren. Daneben hat sich in der Schweiz im Bereich der Betreuung von hilfe- und unterstützungsbedürftiger Menschen in ihrem eigenen Zuhause ein länderübergreifender Arbeitsmarkt gebildet. Vorwiegend Frauen kommen aus dem Ausland in die Schweiz, um als Care Migrantinnen im Privathaushalt von pflegebedürftigen Menschen zu arbeiten und meist auch bei ihnen zu wohnen. Dies sind zwei neuere Entwicklungen in der häuslichen Langzeitversorgung in der Schweiz.

Projekt

Querschnittgelähmte Menschen haben vermutlich noch ganz andere Lösungsansätze entwickelt, um ihren Hilfebedarf im Alltag zu organisieren. Hier setzt das Projekt an. Mit der Unterstützung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung werden die Erfahrungen und Strategien von querschnittgelähmten Menschen rund um das Thema häusliche Betreuung und Hilfe untersucht. Dabei interessieren beispielsweise Fragen zur Organisation benötigter Unterstützungsleistungen oder auch Fragen zu deren Finanzierung.

Laufzeit

November 2014–Sommer 2016

Praxispartner

Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Projektteam

Projektleitung: Karin van Holten, lic. phil., wissenschaftliche Mitarbeiterin Careum Forschung

Projektmitarbeit: Prisca Stucki-Thür, cand. MScN, Kalaidos FH Gesundheit

Publikationen

Jähnke, A., & van Holten, K. (2013). Care-Migration: verschiedene Akteure im Privathaushalt. NOVAcura, 44 (9), 32-35. doi:10.1024/1662-9027/a000034 / Volltext

Jähnke, A., van Holten, K., & Bischofberger, I. (2012). Schlussbericht zur Befragung der Spitex zur Situation in Privathaushalten mit Care-Migrantinnen. Zürich: Careum Stiftung. PDF

Soom Amman, E., & van Holten, K. (2013). Getting Old Here and There: Opportunities and Pitfalls of Transnational Care Arrangements. Transnational Social Review, 3 (1), 31-47. doi:10.1080/21931674.2013.10820746

Soom Ammann, E., & van Holten, K. (2013). Migration und Alter: Hier und dort. In Passagen – Forschungskreis Migration und Geschlecht (Hrsg.), Vielfältig alltäglich. Migration und Geschlecht in der Schweiz (S. 236-269). Zürich: Seismo.

van Holten, K., Jähnke, A., & Bischofberger, I. (2013). Care-Migration – transnationale Sorgearrangements im Privathaushalt (Obsan Bericht 57). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium. Volltext

van Holten, K., & Bischofberger, I. (2012). Globalisierung im Privathaushalt. NOVAcura, 43 (4), 45-47. doi:10.1024/1662-9027/a000019 / Volltext

van Holten, K. (2011). Ein zweischneidiges Schwert. Care Management, 4 (6), 20-23. PDF

van Holten, K., & Soom Ammann, E. (2015). Negotiating the potato: The challenge of dealing with multiple diversities in elderly care. In V. Horn & C. Schweppe (Hrsg.), Transnational Aging. Current insights and future challenges (S. 200–217). London: Routledge. Verlag


Download Download