Reformansätze in der Bildungspolitik

Gesundheitspolitik trifft Bildungspolitik: Der Careum Dialog 2014 hat die Reformdynamik im deutschsprachigen Europa reflektiert.

Das Gesundheits- und Bildungswesen befindet sich im Umbruch: Die zunehmende globale Vernetzung sowie die Verschiebung traditioneller Grenzen zwischen Disziplinen und Berufen, Institutionen und Ländern wirken wechselseitig. Diese Entwicklungen erfordern veränderte, teilweise neue Kompetenzen.

Der Careum Dialog 2014 beleuchtete am 30. und 31. Januar Umsetzungsschritte in der Gesundheitsbildungspolitik. Im Swiss Re Centre for Global Dialogue diskutierten rund 70 hochrangige Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Österreich Reformansätze. Im Vordergrund stand die Frage: Wie können Reformvorschläge für eine zukunftsfähige Gesundheitsbildungspolitik gebündelt und vernetzt werden, damit sie im deutschsprachigen Europa eine Dynamik auslösen, die den Handlungszielen einer innovationsorientierten und zukunftsfähigen Gesundheitsbildungspolitik gerecht wird?

Aufbauend auf dem Careum Working Paper 7 «Umrisse einer neuen Gesundheitsbildungspolitik» und den Gesprächen an den Careum Dialogen 2012 und 2013 in Zürich sowie einem Folgedialog in Wien wurden die neueren politischen und pädagogischen Entwicklungen in den deutschsprachigen Ländern debattiert. Dabei berücksichtigte man die Diskussionen über die Gesundheitsberufe, die Grundversorgung und das Konzept «Gesundheit 2020» in der Schweiz, die Empfehlungen des deutschen Wissenschaftsrats und seine Strategien zur Interprofessionalität sowie die Erarbeitung der österreichischen Gesundheitsziele. Der Dialog rückte Strategien in den Mittelpunkt, welche die Gräben zwischen gesellschaftlichen Handlungsträgern (z. B. Wissenschaft und Praxis, Medizin und andere Professionen) und zwischen den verschiedenen Sektoren zu überwinden versuchen.

In Panelgesprächen und Impulsreferaten diskutierten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus den Gesundheits- und Bildungsministerien sowie Bildungsinstitutionen der Schweiz, Deutschlands und Österreichs, Vetreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Parlamentarierinnen und Parlamentarier, Vertreterinnen und Vertreter der wichtigsten Handlungsträger im Gesundheitswesen (Kassen, Berufsverbände, Patientinnen und Patienten), Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungs- und Gesundheitsmanagement, aus Stiftungen sowie Think-Tanks. An der Diskussion beteiligten sich somit Vertreterinnen und Vertreter mit populations-, patienten-, organisationsbezogenen und erkenntnisvermehrenden Funktionen, das heisst aus allen vier Bereichen des Gesundheitssystems (siehe Grafik).

 

Die gesammelten Erkenntnisse und Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Report Careum Dialog 2014.


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