Digitales Lernen und Lehren 2017

#Careum – Interne Fachtagung

An der internen Fachtagung «Digitales Lernen und Lehren 2017» vom 29. November 2017 im Careum Auditorium beteiligten sich 60 Personen. Sie tauschten sich darüber aus, wie digitale Medien im Unterricht und Studium in der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsfachpersonen eingesetzt werden können. In vier Workshops und fünf Arbeitsstationen diskutierten und erprobten sie Praxisbeispiele, Modelle und Lernszenarien. Insgesamt waren 12 Referentinnen und Referenten beteiligt.

Alle Teilnehmenden erhielten das Tagungsprogramm als E-Book, das in Zusammenarbeit mit dem Careum Verlag produziert wurde.  Zusätzlich konnten sie sich online im für die Tagung aufgebauten Lernraum auf der Lernplattform OLAT einloggen. In Foren und Umfragen konnten sich die Besucherinnen und Besucher austauschen und ihre Rückmeldungen hinterlegen.

Grussbotschaft und Übersicht

Dr. René Kühne, Siftungsrat und Mitglied des leitenden Ausschusses von Careum, eröffnete die Tagung mit den Begleitworten: «Mir persönlich ist es wichtig, dass die analogen und digitalen methodisch didaktischen Elemente für den Lernerfolg so eingesetzt werden, dass es die Studierenden weiterbringt. Dies im Hinblick auf den erfolgreichen Erwerb eines Diploms, die fachlich kompetente Berufsausübung und damit verbunden das lebenslange Lernen sowie die Arbeit in interprofessionellen Teams.»

Nach dem Impulsreferat von Prof. Bruno Wenk konnten die Teilnehmenden vier Workshops durchlaufen zu möglichen Digitalisierungsprojekten von Careum. Anschliessend lud ein Lernparcours mit Arbeitsstationen ein, neue Elemente für die eigene Praxis kennen zu lernen. Die Teilnehmenden profitierten vom gegenseitigen Kontakt und Austausch. Das Fazit aus dem Publikum: Lehrende und Lernende sollen digitales Lernen und Lehren sorgfältig planen, begleiten und umsetzen. So bietet es gute Unterstützung bei Lernbegleitung, Lernzielüberprüfung und Kompetenzerwerb.

Details zum Programm

Impulsreferat

Bruno Wenk, Prof. Dipl. El.-Ing. ETH, HTW Chur, Professor für Multimedia-Kommunikationssysteme

Video: Lehren und Lernen pimped up mit digitalen Medien
Präsentation: Lehren und Lernen pimped up mit digitalen Medien

Prof. Bruno Wenk plädierte dafür, die digitalen Kompetenzen zu stärken. Besonders die Konzepte der Webtechnologien sollten wir uns aneignen, um diese dann in der eigenen Disziplin sinnvoll anzuwenden. Er ermunterte dazu, immer weitere Entwicklungsschritte zu unternehmen und mit den Webtechnologien zu experimentieren: Indem wir Fehler machen, können wir diese erkennen und unsere «falschen Vorstellungen» nach und nach zu neuen Einsichten verändern, neue Kompetenzen erwerben, neue Konzepte entwickeln und so auch die digitale Transformation aktiv mitgestalten.

Workshop ePBL

Daniel Ammann, Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Chur
Präsentation
Dieser Workshop zeigt, wie digitale Lernumgebungen die Zusammenarbeit in allen Lernphasen fördern und auch beim PBL den Kompetenzzuwachs massgeblich begleiten können.

Workshop Übergaben Tutorat/Skillstraining

Karin Schneider, Careum Bildungsentwicklung
Stefanie Stigler, Careum Bildungszentrum
Präsentation
Für eine gelungene Verbindung zwischen Tutorat und Skillstraining leiten Tutorinnen und Tutoren am Ende des Tutorates Informationen an die Skillstrainerinnen und Skillstrainer weiter. Ein digital unterstütztes Rapportsystem kann diese Übergaben vereinfachen und verbessern, denn es schafft Transparenz für alle.

Workshop Lernort Bibliothek

Yvonne Perathoner, Hauptbibliothek Universität Zürich
Marija Baric, Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Chur
Elisabeth Geisser, Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe St. Gallen
Ursi Egert, Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarganserland
Präsentation 1 / Präsentation 2 / Präsentation 3
Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz ist heute eine der Kernkompetenzen von Bibliotheken. Eine gezielte Einführung in Recherchekompetenz in enger Zusammenarbeit mit den Studiengängen unterstützt Studierende und Lehrpersonen nachhaltig von der Aufgabenstellung zum Fachinhalt. Mit dem Angebot des «Bibliotheksführerscheins» sollen Lernende und Lehrpersonen Informationskompetenz erwerben und nachweisen können.

Workshop Videoconferencing

Yvonne Vignoli, Careum Bildungsentwicklung
Präsentation

Videoconferencing für Lernen unterstützt Teilen und Erarbeiten von Wissen. Im Workshop wurden drei Unterrichts- und Lernszenarien für mögliche Best Practice-Projekte mit Videoconferencing skizziert.

Worldcafé Projekt DiLLA Careum Bildungszentrum

Nicola Pieper, Careum Bildungszentrum
Präsentation
Informationen und Fragen zum Projekt Digitales Lernen, Lehren und Arbeiten. Das Careum Bildungszentrum gibt sich eine digitale Strategie und organisiert sich neu. Die Projektleiterin gab Auskunft zum aktuellen Stand des Projektes am Ende der ersten Erhebungsphase.

Worldcafé Projekt E-Books & Co. Careum Verlag

Marion Leu, Careum Verlag
Nadia Garcia, Careum Verlag
Fragen und Antworten zum Einsatz von E-Books
Diskussion zu Fragen rund um E-Book und Unterricht. Die Teilnehmenden diskutierten Fragen und hielten in Stichworten ihre Ergebnisse online fest.

Experiment Virtual Reality

Michael Burgdorfer, smoca
Experimentieren im virtuellen Raum, Eintauchen in virtuelle Lernumgebungen: Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, VR-Brillen zu testen und mögliche Szenarien für den Unterricht der Zukunft anzudenken.

Lernwerkstatt Zusammenarbeit Big Tablet

Bruno Wenk, Prof. Dipl. El.-Ing. ETH, HTW Chur
Ein Werkstattposten, bei dem Lernen in Zusammenarbeit mit Schreiben von Hand, mit dem Computer oder am Big Tablet erprobt und reflektiert werden konnte. Die Aufgabenstellung ist nur lösbar, wenn jeder einen Beitrag zur Lösung leistet, da alle einen unterschiedlichen Informationsstand haben.

Lernwerkstatt QFT-Methode

Miriam Fischer, Careum Bildungsentwicklung
Ergebnisse der QFT-Methode
Werkstattposten mit Reflexion über digitales Lernen mit Hilfe des Formulierens von Fragen. In der Diskussion mit anderen erfahren, wie sie an das Thema herangehen und was für Fragen daraus resultieren.

Fazit der Tagung

  • Die Umsetzung der Digitalisierung für Lernen und Lehren ist Teil des gemeinsamen Austauschs und der Zusammenarbeit.
  • Lehrende und Lernende sollen digitales Lernen und Lehren sorgfältig planen, begleiten und umsetzen. So bietet es Lernenden gute Unterstützung bei Lernbegleitung, Lernzielüberprüfung und Kompetenzerwerb.
  • Die Unterstützung der Schule mit Projekten, Weiterbildung und Begleitung trägt einen Wesentlichen Teil bei zum Gelingen dieses Vorhabens.
 

Digitalisiertes Lernen für Selbststudium, Fachinhalte und mobile Geräte
 

  • Lernende und Studierende nutzen mit ihrer Medienkompetenz ICT-Infrastrukturen für Selbststudium und Gruppenarbeit. Sie aktivieren damit ihr Vorwissen, lernen an und mit digitalisierten Fachinhalten und greifen auf Lernresourcen zu.
  • Lehrende begleiten und beraten Lernende und Studierende mit ihrer Medienkompetenz und mit ICT-Infrastrukturen. Sie ermöglichen Kompetenz- und Wissenserwerb sowie Lernerfolgskontrollen beim selbstgesteuerten Lernen mit Digitalisierung.
  • Bildungsinstitutionen stellen ICT-Infrastrukturen und entsprechende Lernräume bereit. Sie schaffen Rahmenbedingungen für eine medienkompetente Lernkultur aller Beteiligten und leisten mit ihrem Bildungsauftrag einen Beitrag zur Digitalisierung in unserer Gesellschaft.

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