Wie kann eine «intersektorale Drehscheibe» für Health Professionals etabliert werden?

Internatotionaler Workshop mit Organisationen an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Bildungspolitik

23 Vertreterinnen und Vertretern von relevanten Organisationen aus Kanada, UK, Schweden, Belgien, NL, USA und mehreren Organisationen aus der Schweiz (SWIR, BAG) erarbeiteten zusammen mit den Vertretungen der Tochtergesellschaften von Careum anhand von 4 Leitfragen die kritischen Erfolgsfaktoren auf strategischer und operativer Ebene, die erfolgversprechenden Vorgehensweisen und Empfehlungen an Careum.

Der Workshop richtete sich am Careum Working Paper 7 aus:
Sottas/Höppner/Kickbusch/Pelikan/Probst (2013): Umrisse einer neuen Gesundheitsbildungspolitik,

Die Strategie gibt vor, dass sich Careum «Bis 2018 als intersektorale Drehscheibe für die «Gesundheitsbildungspolitik» etabliert hat, um einen massgeblichen Beitrag zur Zusammenführung von Bildungs- und Gesundheitspolitik zu leisten.

Weil international mit dem intersektoralen Ansatz gemäss der 4-Felder-Tafel keine Vorbilder existieren, wurde im ersten Teilprojekt ein internationaler Workshop durchgeführt. Aufgrund des Vergleichs mit Koordinationsplattformen und Netzwerken, sollen aus dem nationalen und internationalen Umfeld Erfahrungen und Hinweise zur Zielrichtung, zur Machbarkeit und zur Organisation abgeholt werden. Konkret sollten folgende Fragen bearbeitet werden:

  1. What are the core issues and goals and who are the target groups of your intentions in the field of interprofessional and intersectoral education for health professionals?

  2. Where do you stand today in respect to advocacy, educational policies in the health sector, and achieved transformations?

  3. What are the critical success factors for having an impact? What are the most relevant strategic and operational challenges?

  4. Which instruments, procedures etc. have been employed to reach your objectives?

  5. What are your recommendations to the Careum Foundation for successfully creating an «Intersectoral Policy Platform for the Education of Health Professions»?

23 Vertreterinnen und Vertretern von relevanten Organisationen aus Kanada, UK, Schweden, Belgien, NL, USA und mehreren Organisationen aus der Schweiz (SWIR, BAG) erarbeiteten zusammen mit den Vertretungen der Tochtergesellschaften von Careum anhand von 4 Leitfragen die kritischen Erfolgsfaktoren auf strategischer und operativer Ebene, die erfolgversprechenden Vorgehensweisen und Empfehlungen an Careum. Die eingeladenen Institutionen sind Vorreiter an der Innovationsfront beim Übergang von monoprofessioneller zu interprofessioneller Bildung. Die dort gemachten Erfahrungen geben Hinweise für das Vorgehen beim intersektoralen Ansatz.

Es wurde bestätigt, dass existierende Plattformen und Netzwerke, die an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Bildungspolitik aktiv sind, insbesondere Entwicklungen zur interprofessionellen Ausbildung von Gesundheitsfachleuten vorantreiben. Dabei wird i.d.R. auf das Feld links unten fokussiert: auf Bildungskonzepte und Bildungsinhalte für Gesundheitsberufe, die patientenorientiert in der Spitalversorgung oder Primärversorgung tätig sind. Der intersektorale Ansatz der 4-Felder-Tafel von Careum  ist umfassender und entsprechend anspruchsvoller, auch gerade mit dem Focus auf Versorgungsbedarfe von Menschen, die mit chronischen Krankheiten im ambulanten und häuslichen Setting leben.

Schlussfolgerungen für die Massnahmen

Um eine genügend grosse Breitenwirkung zu erreichen, empfiehlt es sich, Massnahmen auf drei Ebenen zu entwickeln und zu realisieren:

  • Makroebene: Massnahmen, auf der Ebene der Gesellschaft sowie der Systeme und der Gesundheits- bzw. Bildungspolitik

  • Mesoebene: Massnahmen auf der Ebene wo Institutionen und Organisationen aus Bildungsinstitutionen und Gesundheitswelt zusammentreffen und ineinandergreifen

  • Mikroebene: Massnahmen für Lehrende, Lernende und Studierende (und von diesen) über Berufsgruppen und Bildungsstufen hinweg, unter Einbezug von Patientinnen und Angehörigen sowie von Berufspersonen unterschiedlicher Versorgungssettings - an exemplarischen Fällen lernen.

Auf allen drei Ebenen kann Careum bestehende Netzwerke und Partnerschaften nutzen, aber auch neue auf- und ausbauen sowie verfügbare Ressourcen innerhalb der Careum Gruppe, und auf nationaler und internationaler Ebene erschliessen.

Mit der Umsetzung einer intersektoralen Drehscheibe will Careum eine Plattform schaffen, um einerseits innerhalb der Careum Gruppe den Wissensstand zur Intersektoralität bei den Kadern und Mitarbeitenden zu erweitern und insbesondere die Vernetzung von Lehrenden, Lernenden und Studierenden unterschiedlicher Gesundheits- und Sozialberufen zu fördern. Dabei steht der Dialog mit Fachleuten unterschiedlicher Sektoren der Gesundheitsversorgung sowie mit Patientinnen und Angehörigen zu zentralen Fragestellungen der Gesundheitsversorgung von Menschen, die mit chronischen Krankheiten leben, im Fokus.

Anderseits wird die Drehscheibe zusammen mit externen Partnern etabliert. Ziel ist es, Partner zu finden, diese zusammenzubringen, den Austausch zu fördern und gemeinsam Projekte zu realisieren.
Bei der Etablierung der intersektoralen Drehscheibe versteht sich die Careum Stiftung in Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern als Impulsgeberin.


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