Virtueller Spaziergang auf dem Careum Campus

Neues Angebot auf der Webseite: Erkunden Sie den Careum Campus selbststtändig auf dem neuen virtuellen 360°-Rundgang.

Ein virtueller Rundgang lässt Besucherinnen und Besucher der Careum Webseite neu digital in das Leben, Lernen und Forschen auf dem Campus eintauchen. Die Entdeckungsreise beginnt auf dem Vorplatz vor dem Careum Bildungszentrum. Von dort aus können Besucherinnen und Besucher die Gebäude im Dreieck von Gloria-, Pestalozzi- und Moussonstrasse in Zürich selbstständig erkunden. Dabei erfahren sie auch, was sich alles hinter den Türen verbirgt. So können Interessierte etwa einen exklusiven Blick ins Careum Auditorium werfen, das den idealen Rahmen für jeden Anlass bietet. Oder sie können sich in den Räumen der Bildungsinstitutionen über die Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen informieren.

Bildergalerie mit historischen Aufnahmen

Die virtuelle Tour bietet zudem die Möglichkeit, mehr über die Geschichte des Areals oder die Kunstwerke auf dem Careum Campus zu erfahren. Eine Bildergalerie mit historischen Aufnahmen zeigt die Entwicklung von der Schwesternschule und dem Krankenhaus vom Roten Kreuz Zürich-Fluntern bis zum heutigen interprofessionellen Bildungscampus. Auch die wichtigen Nachbarn mitten im Zürcher Hochschulgebiet haben in der virtuellen Umgebung ihren Auftritt.

Die 360-Grad-Tour über den Careum Campus basiert auf Panorama-Aufnahmen, die mit Drohnen aufgenommen wurden.

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild vom Careum Campus

www.careum.ch/virtuelle-tour


«Young Carers»-Forschung goes Family Care

Im Rahmen der aktuellen Weiterbildung im Modul Family Care an der Careum Hochschule Gesundheit trafen sich Praxis und Forschung. Marianne Frech stellte die neusten Ergebnisse aus zwei Young Carers-Projekten vor.

Ergebnisse der Schülerbefragung (Ergebnisvideo in drei Sprachen)

Im Modul Family Care der Careum Hochschule Gesundheit stehen aktuelle Themen im Mittelpunkt, wie z. B. die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege, junge oder minderjährige Angehörige mit kranken Eltern oder Geschwistern (Young Carers), Hilfe und Pflege aus Distanz oder um Care Migration. Ziel des Moduls ist es, dass Studierende den Bogen zu ihrem eigenen Arbeitsplatz schlagen und eine familienfreundlichere Gesundheitsversorgung fördern können.
Im Rahmen der aktuellen Weiterbildung stellte Marianne Frech vom Young Carers-Team die neusten Ergebnisse aus zwei Projekten vor. Die Umfrage unter den Studierenden machte dabei deutlich: Fachpersonen bringen nur wenig Bewusstsein zum Thema Kinder und Jugendliche als pflegende und betreuende Angehörige mit. Nach einem Kurzinput zum Thema konnten die Studierenden ihren Fokus in der Angehörigenpflege erweitern. Sie wissen jetzt, wie sie in der Praxis – sei dies im Team, in der Institution wie auch im öffentlichen Diskurs – mehr zur Sensibilisierung für die täglichen Herausforderungen von Young Carers beitragen können.

In der Diskussion stellten sie gemeinsam den Praxisbezug zum eignen Arbeitsplatz her:

  • Oftmals wird die erkrankte Person (Kinder wie Erwachsene) nach ihrer Familie und ihrem sozialen Netzwerk befragt. Dabei werden nur die Kinder oder Geschwister erfasst, jedoch nicht deren konkrete Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Somit wird zwar das Bild der familiären Situation klarer, die Aufgabenverteilung und mögliche Belastungen werden jedoch nicht berücksichtigt.
  • Die Studierenden zählen an ihrem Arbeitsplatz (ambulant wie auch stationär) diverse Möglichkeiten auf, wie Young Carers an Fachstellen und Dienste verwiesen werden können: Sozialdienste und KESB sowie Kirche, Gemeinde und Kinderspitex.

Von Interesse wird sein, von welchen Erfahrungen die Family Care-Experten berichten werden, nachdem sie nun die Lebenswelt der Young Carers besser verstehen und mithelfen, eine familienfreundlichere Gesundheitsversorgung zu schaffen.

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Informationen und Anmeldung Modul Family Care

Forschungsprogramm «Young Carers»


Digital lernen in Spitex und Spital: Genial oder fatal?

Welche konkreten Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die praktische Aus- und Weiterbildung in den Gesundheitsberufen? Diese Frage steht am Careum Forum 2019 im Zentrum. Die kostenlose Fachveranstaltung findet am 29. August 2019 in Zürich statt.

Das Careum Forum 2019 nimmt Versorgungseinrichtungen im Gesundheitswesen als digitale Bildungsanbieter in den Fokus. Wie viele digitale Kompetenzen benötigen zukünftige Health Professionals? Sind Berufsbildnerinnen und Berufsbildner in der Praxis gut darauf vorbereitet? Welche Chancen können durch die Digitalisierung für die Bildung in der beruflichen Praxis ergriffen werden?

Spannende Gäste auf dem Podium

Diesen und weiteren Fragen nimmt sich am Careum Forum 2019 eine Gesprächsrunde mit spannenden Gästen an. Es diskutieren Kerstin Schmölzer, Bildungsverantwortliche bei der Spitex Zürich Limmat, Daniel Ammann, Leiter Höhere Fachschule Pflege am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Chur, Monika Wieland, Bildungskoordinatorin am Kantonsspital Baden, und Hansueli Trüeb, Patientenvertreter vom Diabetesclub Schweiz.

Für weitere Denkanstösse sorgen die beiden Referentinnen Prof. Dr. Ines Trede, Leiterin Observatorium am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung, und Dr. Eva-Maria Panfil, Leiterin Bildung Direktion Pflege und MTTB am Universitätsspital Zürich. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich, Leiterin Careum Bildungsentwicklung.

Careum Auditorium in Zürich als Veranstaltungsort

Das Careum Forum 2019 findet am Donnerstag, 29. August, von 15.15 bis 18.15 Uhr im Careum Auditorium in Zürich statt. Die Teilnahme an der Fachveranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich an der Veranstaltung aktiv zu beteiligen. Zusammen mit der Anmeldung können sie Fragen einsenden, die in der Gesprächsrunde aufgenommen werden.

Das diesjährige Forum knüpft nahtlos an den Careum Dialog 2019 an. An letzterer Veranstaltung feilten rund 70 Teilnehmende gemeinsam an einem Arbeitspapier, das Postulate und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bildung in den Gesundheitsberufen enthält. Es soll Ende Mai fertiggestellt werden. Einen ersten Überblick bietet die bereits erschienene Kurzversion.

Anmeldung

Klicken Sie hier, um sich ihren Platz am Careum Forum 2019 zu sichern.


«Die Erfindung des Alters»

«Das Alter» gibt es nicht – dafür viele verschiedene und individuelle Formen von Alter und Altern. Altersbilder standen auch im Fokus des österreichischen Geriatriekongresses 2019. In Wien gut vertreten war das Team «Ageing at Home» der Careum Hochschule Gesundheit.

Heidi Kaspar, Claudia Müller, Patrick Schuchter, Klaus Wegleitner, Monika Wild, Ulrich Otto (v.l.).

«Die Erfindung des Alters» – unter diesem Motto stand der 14. Gemeinsame Österreichisch-Deutsche Geriatriekongresses, der am 25. bis 27. April 2019 an der Universität Wien stattfand. Im Fokus standen eingefahrene und sich verändernde Altersbilder. Denn das «Alter» im Allgemeinen gibt es nicht, sondern viele unterschiedliche Lebensentwürfe im Alter, die jeder Mensch für sich selbst suchen, finden und «erfinden» muss. Es wird deshalb als «Plastizität der Alterung» bezeichnet, wenn man Alterung und Alter psychosozial und biologisch als gestaltbar betrachtet.

Starke Präsenz der Careum Hochschule Gesundheit

Etwa 500 Experten und Expertinnen verschiedener Disziplinen und Berufsgruppen diskutierten am dreitägigen Kongress angeregt miteinander. Stark vertreten mit Beiträgen war dabei das Forschungsprogramm «Ageing at Home» der Careum Hochschule Gesundheit.
Im Folgenden die Careum-Beiträge:

Symposium «Caring Communities – Sorge im Alter partizipativ fördern und gerecht gestalten»:
Hochaltrigkeit, Einsamkeit im Alter, immer mehr Single-Haushalte, familiäre Engpässe bei den Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten, Care-Migration, Abwanderung und zunehmend fehlende soziale Infrastruktur in ländlichen Regionen fordern die Gesellschaft heraus. Und folgende Fragen werden immer dringlicher: Wie lässt sich die soziale Teilhabe alter Menschen besser verwirklichen? Wie können Technik und Digitalisierung dabei unterstützen? Wie lassen sich Beruf, Familie und Care besser vereinbaren?

In Deutschland, der Schweiz und Österreich entstehen neue kleinteilige Formen von Sorge-Gemeinschaften, sogenannte Caring Communities. Die vielen Organisationsformen beziehen sich jedoch oft kaum aufeinander. Denn meistens fussen sie auf unterschiedlichen Fachdiskursen und Denktraditionen (z. B. Care Ethik, christliche Soziallehre, Wohlfahrtsmix, Health Promoting Palliative Care, Sorge im dritten Sozialraum, Stärkung des Sozialen Kapitals, Quartiersentwicklung, demenzfreundliche Kommunen, Gesundheitsregionen, age friendly cities etc.). Das Symposium diskutierte kritisch und zukunftsorientiert über die Chancen und Grenzen von Caring Communities.

  • Forschungsleiter Prof. Dr. Ulrich Otto, Moderation und zusammenfassende Gedanken «Für eine kollektive gesellschaftliche Sorgekultur»
  • Prof. Dr. Claudia Müller, Vortrag «Die Menschen einbeziehen – Chancen und Grenzen partizipativer Technologieentwicklung»
  • Dr. Heidi Kaspar, Vortrag «Ent-Feminisierung von Sorgearbeit – eine Utopie?»

Wie aktuell das Symposium ist, zeigt sich auch gerade jetzt. Ende April 2019 hat sich das neue Schweizer Netzwerk Caring Communities der Öffentlichkeit vorgestellt. Careum ist mit in der Trägerschaft.

Symposium «Health Literacy in Digitized Environments»:
Prof. Dr. Claudia Müller, Co-Vorsitz und Vortrag (zusammen mit Jutta Jung-Henrich und David Struzek, alle aus dem Konsortium des EU-Projekts Access) «Sensor Literacy in the Field of e-Health|Siegen, D»

Session Ambient Assisted Living
Prof. Dr. Ulrich Otto (Vortrag) «Das Potenzial neuer Technologien zur Unterstützung von Pflege und Sorge über eine räumliche Distanz»

Session «Die Erfindung des Alters – Älterwerden als Frage der Kultur»:
Anna Hegedüs, Vortrag «Zwei Jahre integrierte Altersversorgung im Kanton Zürich: Ergebnisse der KlientInnen und Angehörigenbefragungen»

Die Pro Senectute des Kantons Zürich lancierte im Jahr 2016 das Pilotprojekt CareNet+. Kern ist, die fallbezogene Zusammenarbeit unter den bestehenden Leistungserbringern und Kostenträgern aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich entlang des individuellen Bedarfs der Betroffenen zu koordinieren: intensives Case Management für Menschen mit komplexem Hilfebedarf zu Hause. Anna Hegedüs berichtete von den Ergebnissen der Befragungen von Klienten und Angehörigen im Rahmen der Evaluation von CareNet+.

Session «Altersbilder»:
Regina Gerlich, Vortrag «Zufriedenheitsdimensionen von Silver Workers»

Mit den Daten der größten deutschen Haushaltsbefragung (SOEP) lässt sich zeigen, dass Personen, die über ihr reguläres Renteneintrittsalter hinaus in Vollzeit arbeiten (Silver Worker), deutlich zufriedener sind als Vollzeitarbeitende im erwerbsfähigen Alter oder Pensionierte ohne Erwerbstätigkeit. Dies gilt laut Regina Gerlich sowohl für die Zufriedenheit mit dem Einkommen und der Gesundheit als auch für das «Dachkonstrukt» Lebenszufriedenheit. Wenngleich Silver Worker insgesamt höhere Werte in den meisten Zufriedenheitsdimensionen aufweisen, kann man kaum davon ausgehen, dass Silver Working pauschal zufriedener macht. Vielmehr handelt es sich um einen Effekt der Selbstselektion: Ältere Personen, die in bestimmten Bereichen ihres Lebens zufriedener sind, sind gemäss Regina Gerlich auch eher bereit, über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus weiterhin Vollzeit zu arbeiten.

Posterpräsentationen:
«Viele Zuhauses als ‹Versuchslabor› grenzüberschreitend skalieren – IBH-Living Lab ‹Active & Assisted Living›» (U. Otto, H. Kaspar, A. Kofler, C. Kunze, G. Kempter) zum Projekt

«IBH-Lab AAL: Technische Assistenz in schon stark mobilisierten Quartieren verstärken – ein 3-Länderprojekt» (A. Hegedüs, U. Otto, E. Maier, G. Kempter, A. Kofler, C. Kunze) zum Projekt
 

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14. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress
Tagungsprogramm
Forschungsprogramm «Ageing at Home»
Aktuelle Careum-Projekte zum Thema Ageing


Neue Mitglieder für das Sciana-Netzwerk

19 herausragende Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen aus ganz Europa wurden ausgewählt, um sich Sciana: The Health Leaders Network anzuschliessen.

Am 13. Mai trifft sich die dritte Sciana-Kohorte zu ihrem ersten Meeting in Salzburg. Während vier Tagen haben die Mitglieder dort die Gelegenheit, sich mit internationalen Expertinnen und Experten über globale Gesundheitsfragen auszutauschen. Als Teil des Programms werden die Sciana-Mitglieder potentielle, länderübergreifende Herausforderungen identifizieren, an denen sie gemeinsam arbeiten können.

Das 2017 gegründete Sciana-Netzwerk ist eine internationale Partnerschaft zwischen der Careum Stiftung (Schweiz), der Health Foundation (UK) und der Robert Bosch Stiftung (Deutschland) in Kooperation mit Salzburg Global Seminar.

Sieben Mitglieder aus der Schweiz rekrutiert 

Jede Partnerorganisation rekrutiert jeweils sechs bis sieben Mitglieder. Careum hat die folgenden Mitglieder für die dritte Kohorte eingeladen:

  • Anita Buchli, Stab Strategische Hochschulentwicklung, ETH Zürich
  • Manuela Eicher, Professorin, Institut universitaire de formation et de recherche en soins (IUFRS), Universität Lausanne
  • Yvonne Gilli, Leitende Ärztin, Psychiatrisches Ambulatorium des IBP-Institutes in Winterthur
  • Fridolin Marty, Leiter Gesundheitspolitik, economiesuisse
  • Thomas Mattig, Direktor, Gesundheitsförderung Schweiz
  • Judith Meier, Delegierte des Verwaltungsrates, RehaClinic-Gruppe
  • Judith Safford, Geschäftsleiterin, Institut für Rheumaforschung IRF

Die Biografien aller 19 Mitglieder der dritten Kohorte finden Sie hier.

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Ausführliche Mitteilung von Sciana auf Englisch
Sciana Webseite