Qualitätsentwicklung

Careum ist die Qualitätssicherung ein Anliegen. Daher werden die Bildungskonzepte sowie die Lern- und Lehrmittel regelmässig überprüft und aktualisiert.

Careum Bildungsentwicklung führt laufend Evaluationen für die Curricula sowie die Lern- und Lehrmittel durch. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den Bildungsinstitutionen im Curriculumsverbund Problembasiertes Lernen sowie Fachexpertinnen und Fachexperten.

Evaluation des Lehrmittels Fachfrau/Fachmann Gesundheit

Careum Bildungsentwicklung hat das bestehende Lehrmittel der Berufsausbildung Fachfrau/Fachmann Gesundheit im Auftrag des Careum Verlags evaluiert. Dies erfolgte parallel zur Revision der Bildungsverordnung Fachfrau/Fachmann Gesundheit.

Im Zentrum der Untersuchung standen die Niveaugerechtigkeit und die Aktualisierung an neueste fachliche Entwicklungen. Dafür wurde eine Vollerhebung durchgeführt. Von 67 angeschriebenen Lernorten aus allen Sprachregionen haben sich 41 bereit erklärt, an der Online-Umfrage teilzunehmen. 25 Lernorte haben die Online-Umfrage beantwortet. Es sind Rückmeldungen aus allen Sprachregionen eingegangen.

Die Analyse der Ergebnisse ergab die Schwerpunkte Fachinhalte, Theorie-Praxis-Transfer und Lernaktivierung. Anhand der Rückmeldungen zu den Fachinhalten werden Themen ergänzt und neu gruppiert sowie Inhalte aktualisiert und dem Niveau der Fachfrau/Fachmann Gesundheit angepasst. Aus der Untersuchung ging hervor, dass der Transfer von der Theorie zur Praxis mit Beispielen, Bildern und Grafiken sowie mit beruflichen Situationen veranschaulicht werden soll. Bei der Lernaktivierung geht es darum, die Lernenden über Lernaufgaben und Denkanstösse zu aktivieren.

Im Vorfeld der nationalen Umfrage ging ein Vorprojekt der Frage nach, wie das aktiv-verstehende Lernen in der Neuauflage des Lehrmittels Fachfrau/Fachmann Gesundheit erhöht werden kann. Aus Fachexpertensicht sind dafür folgende Kernpunkte entscheidend: ein konsequenter Einbezug der «beispielhaften Situation» des Bildungsplans, eine strukturierte Aktivierung des Vorwissens und die Integration von Lern- und Reflexionsaufgaben. So wird das Faktenwissen durch anwendungsorientiertes, praxisnahes Handlungswissen ergänzt. Die Entwicklung von beruflichen Kompetenzen wird dadurch gefördert. Die Ergebnisse des Vorprojekts sind in einem Autorenleitfaden zusammengefasst worden. Die Ergebnisse der schweizweiten Umfrage und der Autorenleitfaden dienen dem Careum Verlag bei der redaktionellen Bearbeitung des Lehrmittels Fachfrau/Fachmann Gesundheit für eine Neuauflage.

Evaluation der Höheren Fachschule Pflege

Die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Fachschule Pflege, die nach dem Konzept des Problembasierten Lernens ausgebildet wurden, bewähren sich in der Berufspraxis. Sie verfügen über gute bis sehr gute Handlungskompetenzen und werden von den Vorgesetzten als kompetente Fachpersonen eingeschätzt. Dies zeigt eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftspädagogik (IWP) der Universität St. Gallen von 2011. Dafür wurden 58 Pflegefachpersonen ein Jahr nach der Ausbildung am Careum Bildungszentrum in Zürich und am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in Chur sowie die jeweiligen direkten Vorgesetzten der Pflegefachpersonen befragt. Die Selbstbeurteilung ist kritischer und differenzierter als die Fremdbeurteilung  durch die Vorgesetzten.

Bereits 2004 hat Careum das IWP erstmals mit einer Evaluation beauftragt. Untersucht wurde die Implementierung des Problembasierten Lernens und des Problembasierten Modell-Curriculums für die Höhere Fachschule Pflege. Die Ergebnisse zeigten auf, dass es für die Studierenden und die Lehrpersonen herausfordernd ist, Problembasiertes Lernen umzusetzen. Die Erkenntnisse flossen direkt in die Umsetzung und Weiterentwicklung der Lern- und Lehrmittel in allen Bildungsgängen der Höheren Fachschule ein.


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