work & care

Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ist eine der grossen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Pflegende Angehörige leisten Arbeit im Wert von über 9,5 Milliarden Franken. So schätzt es eine Studie des Bundesamts für Gesundheit von 2014 (BAG-Bulletin 36/2014). 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden von Angehörigen betreut. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege – auch als «work & care» bezeichnet – ist vor diesem Hintergrund kein Randphänomen.

Careum Forschung beschäftigt sich bereits seit 2007 mit «work & care». Die bisherigen Ergebnisse aus Umfragen in Betrieben sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als ein Viertel der befragten Mitarbeitenden haben Erfahrung in der Angehörigenpflege. Weitere Forschungsresultate zeigen eindeutig, dass im Bereich «work & care» Handlungsbedarf besteht, weil die Zahl der pflegebedürftigen Personen weiter zunimmt.

Gründe dafür sind unter anderem der demografische Wandel und die Zunahme chronischer Erkrankungen. Zur wachsenden Bedeutung von «work & care» tragen aber auch gesellschaftliche Veränderungen bei: Mehr Einpersonenhaushalte, steigende Scheidungsraten, weit auseinander lebende Familienangehörige, mehr erwerbstätige Frauen und ein steigendes Pensionsalter.

Aktionsplan des Bundesrates

Der Bund hat die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Bedeutung von «work & care» erkannt. Ende 2014 hat der Bundesrat als Teil der Agenda «Gesundheit2020» einen Aktionsplan vorgelegt, um betreuende und pflegende Angehörige besser zu unterstützen.

Die Rahmenbedingungen
 

 

Medienberichte

Fernsehen SRF 1, Iren Bischofberger in der Sendung «Puls», 27.11.2017

 

Radio SRF1, Forum: Beruf und Betreuung vereinbaren – was Betriebe dafür tun, 01.05.2017

Radio SRF1, Forum: Angehörigenpflege – der Spagat zwischen Verantwortung und Beruf, 27.10.2016

Fernsehen SRF1, 10vor10: Online-Hilfe für Privatpflegende, 24.10.2016

Fernsehen SRF1, Club: Pflegen bis zur Erschöpfung, 9. September 2014


Download Download