work & care plus

Careum Forschung hat die Online-Plattform «work & care» mit Videobotschaften und Informationen für Führungspersonen, HR-Verantwortliche sowie Sozialberaterinnen und Sozialberater ergänzt.

Ausgangslage

Im Rahmen des Projekts «work & care Praxistools» hat Careum Forschung drei praxisnahe Instrumente für Arbeitgebende und Arbeitnehmende entwickelt. Sie dienen in Betrieben der Sensibilisierung für das Thema auf allen Stufen, der Datenerhebung sowie dem Support für HR-Verantwortliche.

Projekt

Das Projekt «work & care plus» schliesst hier an, um die Instrumente längerfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) hat das zweijährige Folgeprojekt im Rahmen der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz gefördert. Es umfasst drei Teilprojekte:

  • Teilprojekt 1: Es wurde eine Trägerschaft aufgebaut, um strategisch wichtige «work & care»-Fragen und operativ nützliche Produkte längerfristig auszurichten.
  • Teilprojekt 2: Als Weiterentwicklung der Praxistools ist die Infoplattform «work & care» entstanden. Auf der Online-Plattform sind praxisnahe Informationen für Führungspersonen, HR-Fachleute sowie Sozialberaterinnen und -berater aufgeschaltet. Die Plattform richtet sich gezielt an die Arbeitswelt. Verschiedene Gesprächspartnerinnen und -partner legen in rund 40 kurzen Videos dar, warum aus ihrer Sicht die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege für Betriebe relevant ist. Die Videos ergänzen die bestehende Portraitbroschüre, die konkrete Beispiele von erwerbstätigen Frauen und Männern mit pflegebedürftigen Angehörigen aus allen Generationen und mit verschiedenen Gesundheitsbeeinträchtigungen zeigt. Die Plattform bietet zusätzlich nach Kantonen geordnete Informationen zur Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten.
  • Teilprojekt 3: Das Konzept des Case Managements wird genutzt, um Mitarbeitende zu unterstützen, deren Angehörige komplexe Behandlungs- und Betreuungsarrangements brauchen. Dies soll Berufstätige befähigen, ihre Erwerbsarbeit trotz aufwändiger Koordination und Kommunikation zufriedenstellend weiterführen zu können.

 

Projektteam

Careum Forschung: Karin van Holten (Projektleitung), Prof. Dr. Iren Bischofberger

Laufzeit

Februar 2013–August 2015

Drittmittel

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) im Rahmen der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz

Praxispartner

«Die anspruchsvolle Pflege und Betreuung kranker Menschen setzt für Angehörige flexible Arbeitszeitlösungen voraus. Anderseits kann eine umfassende Beratung und enge Fallbegleitung auf der Versorgungsseite viel dazu beitragen, dass die Berufstätigkeit für pflegende Angehörige weiterhin möglich bleibt. In beiden Bereichen gibt es Entwicklungspotenzial für tragkräftige Lösungen.»

Kathrin Toberer, Geschäftsleitung, www.familienservice.ch

«Work & care unterstützt pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige, damit sie gemeinsam zu Hause leben dürfen und die Angehörigen weiter ihre Berufstätigkeit ausüben können. Was für gesunde Familien selbstverständlich ist, wird bei Pflegebedarf zur organisatorischen Herausforderung. Wir von der Private Care AG unterstützen das Projekt mit unserem Know-how, damit alle Partner gemeinsam mit den betroffenen Personen eine stabile Versorgung zu Hause mit hoher Lebensqualität erreichen.»

Katharina Hadorn, Geschäftsführerin, www.private-care.org

Abschlussveranstaltung vom 10. September 2015

  • Karin van Holten, Projektleiterin Careum Forschung, winwinwin – Neues auf der Webseite www.workandcare.ch. PDF
  • Lorenz Kopp, Leiter Personalbegleitung Post, work & care – Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Möglichkeiten der Unternehmung. PDF
  • Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Travail.Suisse, Projekt «www.info-workcare.ch». PDF
  • Programm. PDF

 

Publikationen

Bischofberger, I. (2010). Case Management - Entlastungspotenzial für erwerbstätige pflegende Angehörige. Case Management, (1), 31-33. PDF

Rex, C., Giaquinta, R., & Bischofberger, I. (2013). Koordination abrechnen. Schauplatz Spitex, 19 (4), 39-40. PDF