Wie Organisationen Gesundheitskompetenz fördern

Die Allianz Gesundheitskompetenz lud zu einem Austausch in Bern. Vorgestellt wurde unter anderem auch ein konkretes Projekt aus dem Programm «Gesundheitskompetenz Zürich».

Gastreferentin Prof. Diane Levin-Zamir am Symposium der Allianz Gesundheitskompetenz in Bern. Bild: Careum

Die Frage «Wie Organisationen Gesundheitskompetenz fördern können» stand im Mittelpunkt des Symposiums der Allianz Gesundheitskompetenz vom 12. Dezember 2019 in Bern. Den Auftakt machte Prof. Diane Levin-Zamir aus Israel. Sie zeigte in ihrem Referat auf, welche Bedeutung Organisationen im Gesundheitssystem bei der Stärkung von Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung zukommt. Mit Beispielen aus Israel verdeutlichte sie, wie Fachpersonen die Menschen im Umgang mit Gesundheitsinformationen unterstützen können. Betont hat Prof. Diane Levin-Zamir dabei vor allem die Rolle von Gesundheitskompetenz im Kontext sozialer Ungleichheit.

Projekt aus dem Programm «Gesundheitskompetenz Zürich» vorgestellt

Ein konkretes Praxisprojekt, das die Gesundheitskompetenz in Organisationen in Zürich fokussiert, stellte Dr. Katrin Gehring von der Gesundheitsidrektion des Kantons Zürich vor. Das Projekt «Selbstcheck gesundheitskompetente Organisationen» wird von der Careum Stiftung und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gemeinsam mit den Praxispartnern mediX Zürich und Spitex Limmat Zürich durchgeführt. Es zielt darauf ab, ein Instrument für die Selbstbeurteilung der organisationalen Gesundheitskompetenz für Arztpraxen und Spitex-Organisationen zu entwickeln. Daraus sollen Organisationen Handlungsbedarf ableiten und Massnahmen zur Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz planen.

Gesundheitskompetent ist, wer im Alltag Entscheidungen treffen kann, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Dass auch grundlegende Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben für Gesundheitskompetenz von zentraler Bedeutung sind und die Verwendung leicht verständlicher Sprache eine Herausforderung ist, strich Brigitte Aschwanden in ihrem Vortrag heraus. Gefolgt von einem Einblick in die Kampagne «3 Fragen für meine Gesundheit» von Birgit Metzler aus Wien. Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde unter dem Titel «Speak with the experts – was ich schon immer fragen wollte». Hier beantworteten Experten und Expertinnen wie Prof. Diane Levin-Zamir, Dr. Dominique Vogt (Leiterin des Bereich Gesundheitskompetenz bei Careum) oder Dr. Jörg Haslbeck von der Krebsliga Schweiz alle Fragen rund um das Thema Gesundheitskompetenz.

Allianz Gesundheitskompetenz als Vernetzungsplattform

Die Allianz Gesundheitskompetenz vernetzt als Plattform Akteure aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Bildung, Politik, Wirtschaft und Medien zur Förderung der Gesundheitskompetenz in der Schweiz. Sie setzt gesellschaftspolitische Impulse, entwickelt strategische Konzepte zur Förderung der Gesundheitskompetenz und unterstützt die Umsetzung konkreter Projekte mit Partnern inner- und ausserhalb der Allianz.

Mitgliedorganisationen sind: Careum Stiftung, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH, Gesundheitsförderung Schweiz, Merck Sharp & Dohme (MSD), Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, Helsana, Krebsliga und Schweizerisches Rotes Kreuz.