Gesundheit digital: Innovationen aus dem Careum Lab

Kurz und knackig: Das Careum Lab stellt innovative Start-ups aus dem Gesundheitswesen und ihre Produkte in Videos und Factsheets vor.

Das Gesundheitswesen könnte von digitalen Innovationen enorm profitieren. Trotzdem ist der Einstieg für Start-ups alles andere als einfach. Die teils angestaubten Strukturen im Gesundheitssystem erschweren Austausch und Vernetzung. Oder Gesundheitsinstitutionen machen wegen zu vieler Anfragen, fehlender Zeit und Vorbehalten dicht.

Careum will deshalb mit einem Pilotprojekt dazu beitragen, diese Hürden zu überwinden: Dem Careum Lab. Es stellt in regelmässigen Abständen innovative Start-ups aus dem Gesundheitswesen und ihre Produkte vor. Die Digital-Health-Lösungen werden dabei in Videos und Factsheets einfach und verständlich dargestellt. Dadurch erhalten Interessierte die wichtigsten Informationen in kompakter Form, Führungspersonen können schneller und fundierter entscheiden und Lösungsanbieter finden Gehör.
 


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SwissSkills werden in den Herbst 2022 verschoben

Die Schweizer Berufsmeisterschaften «SwissSkills» finden wegen der Corona-Pandemie erst 2022 statt. Für 2020 ist ein Ersatzformat geplant. OdASanté klärt ab, in welcher Form trotzdem ein nationaler FaGe-Wettbewerb stattfinden kann.

Der Bundesrat posiert 2018 mit den besten Fachfrauen Gesundheit. 2020 wird es nichts mit dem Grossanlass.

Die SwissSkills 2020 können wegen der Corona-Krise nicht wie geplant durchgeführt werden. Die Organisatoren haben sich in Abstimmung mit dem Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) entschieden, die Grossveranstaltung auf Herbst 2022 zu verschieben.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat SwissSkills die Lage intensiv verfolgt und mit den beteiligten Partnern laufend Szenarien und Optionen erarbeitet. Es habe sich aber zunehmend gezeigt, dass ein weiteres Festhalten an der Durchführung der nationalen Berufsmeisterschaften vom 9. bis 13. September 2020 in Bern für alle Beteiligten mit grossen Unsicherheiten und Risiken verbunden sei, und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Grossveranstaltung nicht mehr gegeben seien, schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung.

Berufsmeisterschaften 2020 sollen trotzdem stattfinden

Trotz der Verschiebung sollen die Berufsverbände die Möglichkeiten haben, dieses Jahr für ihren Berufsnachwuchs «SwissSkills Championships 2020» durchzuführen. Damit kann auch die Selektion eines schlagkräftigen Schweizer Teams für die WorldSkills 2021 in Schanghai sichergestellt werden.

Die SwissSkills Geschäftsstelle arbeitet in enger Abstimmung mit den Berufsverbänden sowie den Verbundpartnern der Berufsbildung eifrig an einem «Ersatzformat». Auch OdASanté, die Nationale Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit, klärt ab, in welcher Form 2020 trotzdem ein FaGe-Wettbewerb stattfinden kann. Careum ist jeweils Hauptpartner für die Schweizer Berufsmeisterschaften der Fachmänner und Fachfrauen Gesundheit.

Grosses Schaufenster für 135 verschiedene Berufe

Die SwissSkills 2020 waren als Grossevent und grosses Schaufenster für die Berufsbildung geplant, an dem 135 verschiedene Berufe in einer riesigen, temporären Fabrik präsentiert worden wären. Es waren 75 Schweizer Berufsmeisterschaften mit rund 900 jungen Berufsleuten sowie 60 weitere Berufsdemonstrationen vorgesehen. Die Organisatoren rechneten mit 120 000 Besucherinnen und Besuchern. Die SwissSkills haben bereits zwei Mal, in den Jahren 2014 und 2018, mit grossem Erfolg in Bern stattgefunden.


Lernplattform OpenOLAT entwickelt sich weiter

Der Anlass fand am 16. Mai 2017 in der Epi Klinik in Zürich statt, wo sich die Community von OpenOLAT zu einem Weiterbildungstag traf.

Eingeladen hatte die Firma Frentix, anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums.

Careum Bildungsmanagement, Careum Verlag und Careum Hochschule Gesundheit waren auch dabei. Neben beteiligten Firmen, die OpenOLAT nutzen, konnten Teilnehmende ihre Themen einbringen.

So regten Marion Leu und Nadia Garcia vom Careum Verlag einen Erfahrungsaustausch zum Thema E-Books und Einbindung in OpenOLAT an. In ihrer Kleingruppe entwickelte sich das Gespräch zu Fragen: Was ist ein E-Book genau, wo ist der Unterschied zu einem PDF und zu einer Webseite mit Annotationsfunktionen?

Das Team Wissensmanagement von Careum Bildungsmanagement mit Immo Wille, Miriam Fischer und Yvonne Vignoli brachte sich aktiv in die Diskussionen ein und nutzte die Möglichkeiten zum Netzwerken. 

Die Tagung bot mehrere Kurzvorträge zur Integration von Kursadministrationssystemen mit Anbindung an die Lernplattform. Die unterschiedlichen Lösungen machten deutlich: jede Organisation hat eigene Abläufe und Organisationsprozesse. Deshalb gibt es auch technisch keine allgemeingültige Lösung, die für alle passt.

Ebenso unterschiedlich nutzen Institutionen die Lernplattform für die konkrete Unterrichts- und Lernarbeit. Neben den klassischen Anwendungen wie Forum und Dokumentenaustausch, wurden auch Beispiele aufgezeigt zu Gamification und Lernkarten. Kompetenzmodelle und didaktisch-methodische Fragen ergänzten die Tagung.

Neue Entwicklungen zu Testfragen, Visualisierung von Lernpfaden, Erweiterungen zu E-Portfolio, Erinnerungen, Coaching Tool und vieles mehr beweisen: 
OpenOLAT ist auf gutem Kurs und erfüllt die Anforderungen an zeitgemässes Lernen auch für die Zukunft.


Forschendes Lernen in gesundheitsbezogenen Schulen

Welchen Beitrag leisten Lernaufgaben in einem Lern- und Lehrmittel? Dieser Frage gingen Teilnehmende am internationalen Kongress Lernwelten in Deggendorf (D) im Workshop mit Alexandra Wirth von Careum Bildungsmanagement nach.

Alexandra Wirth, pädagogisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Careum Bildungsmanagement, hat am Kongress Lernwelten 2017 an der Technischen Hochschule Deggendorf (D) den Workshop «Forschendes Lernen in der beruflichen Bildung» durchgeführt. Zur Fragestellung, welchen Beitrag Lernaufgaben in einem Lern- und Lehrmittel zum forschenden Lernen leisten können, haben die Kongressteilnehmenden rege diskutiert. Die Meinungen gingen dabei auseinander: Von der allgemeinen Haltung, dass weitgehend die Lehrpersonen im Unterricht mit Lernaufgaben arbeiten, bis hin zur Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, Lernaufgaben in einem Lern- und Lehrmittel zu platzieren. Für das forschende Lernen wurde als wichtig erachtet, dass zuerst gelernt werden muss, wie gelernt wird, um sich dann in die Richtung des forschenden Lernens zu bewegen. Es soll ein Anbahnen von Fähigkeiten sein, die zu einem späteren Zeitpunkt das forschende Lernen auf Hochschulebene möglich machen.

Lernwelten ist der grösste deutschsprachige Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik. An drei Kongresstagen werden neben Vorträgen und Workshops jeweils zahlreiche weitere Veranstaltungen angeboten. Dieses Jahr widmete sich der 17. internationale wissenschaftliche Lernweltenkongress vom 7. bis 9 September 2017 dem Thema «Forschendes Lernen in gesundheitsbezogenen Schulen und Hochschulen: Bedeutungen, Bewährendes und Trennlinien.»

Weitere Informationen

www.lernwelten.info


Zwei interprofessionelle Lernmodule ausgezeichnet

Wenn Medizin und Pflege gemeinsam lernen: Ruth Aeberhard (Careum Bildungszentrum), Gabriele Schroeder (Careum Bildungsmanagement) und Dr. Christian Schirlo (Universität Zürich) konnten Auszeichnungen für zwei interprofessionelle Ausbildungsmodule in Empfang nehmen.

Preisverleihung der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Bild: Alexandra Kraatz (Careum)

Grosse Ehre für Careum Bildungsmanagement, das Careum Bildungszentrum und die medizinische Fakultät der Universität Zürich am 2. Symposium für Interprofessionalität: Sie erhielten am 30. November im Kursaal in Bern zwei Awards für ihre gemeinsamen interprofessionellen Bemühungen. Gabriele Schroeder, Projektleiterin Interprofessionelle Ausbildung bei Careum Bildungsmanagement, Dr. Chrisitan Schirlo, Stabsleiter des Dekanats der medizinischen Fakultät der Universität Zürich, und Ruth Aeberhard, Bereichsleiterin Höhere Fachschulen beim Careum Bildungszentrum, standen stellvertretend für das ganze Entwicklungs- und Umsetzungsteam auf der Bühne. Die Auszeichnungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) haben sich die beiden Ausbildungsmodule «Notfallsituationen – Interventionen» und «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik– Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten» verdient. Sie wurden in Zusammenarbeit zwischen Careum Bildungsmanagement, der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und dem Careum Bildungszentrum entwickelt.

Zusammenarbeit als Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung

Wie teilt man einer kranken Person mit, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Modul «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik – Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten». Angehende Ärztinnen und Ärzte sowie angehende Pflegefachpersonen lernen dabei gemeinsam in einem Rollenspiel am Krankenbett, wie sie einer Simulationspatientin oder einem Simulationspatienten eine lebenseinschneidende Nachricht überbringen können. Im Modul «Notfallsituationen – Interventionen» können Studierende der Medizin und Auszubildende der Pflege in simulierten Notfallsituationen im Team das interprofessionelle Handeln und Kommunizieren trainieren.

Careum ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit von Fachpersonen aus Gesundheit und Medizin der Schlüssel für die optimale Gesundheitsversorgung ist. Ein neues Projekt soll deshalb prüfen, ob am Universitätsspital Zürich eine schweizweit einmalige und innovative «Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation» (ZIPAS) nach skandinavischem Vorbild installiert werden kann. Die Idee ist, dass angehende Ärztinnen und Ärzte sowie angehende Gesundheitsfachpersonen im Team Patientinnen und Patienten unter Supervision versorgen. Für das Projekt spannen die sechs Institutionen Careum Stiftung, Medizinische Fakultät der Universität Zürich, Universitätsspital Zürich, Careum AG Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Departement Gesundheit) sowie das kantonale Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen zusammen.

31 Gesuche, 18 Auszeichnungen

Die SAMW hat 2014 eine «Charta» veröffentlicht, um die Zusammenarbeit der Fachleute im Gesundheitswesen zu stimulieren. 2016 hat sie erst erstmals einen Award ausgeschrieben, um «Best Practice»-Beispiele von Interprofessionalität auszuzeichnen. Auf die zweite Ausschreibung des SAMW-Award «Interprofessionalität» sind in diesem Jahr total 31 Gesuche eingegangen. 18 konnten mit dem Preis ausgezeichnet werden.

Mehr erfahren

Interprofessionelle Ausbildungsmodule für Medizin und Pflege
Poster «Interprofessionelle Kommunikation und Ethik – Komplexe Gesprächssituationen mit Patientinnen und Patienten»
Poster «Notfallsituationen – Interventionen»
Projektbeschrieb «Zürcher interprofessionelle klinische Ausbildungsstation»