Fachtagung: Digital Skills für Lehrpersonen

Sind Sie fit für den Unterricht mit digitalen Medien? An der Tagung für Lehrpersonen aus dem Gesundheitsbereich stellen Fachleute am 5. November 2019 im Careum Auditorium in Zürich Praxisbeispiele vor.

Das Thema Digitalisierung gewinnt in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe auch für Lehrpersonen immer mehr an Bedeutung. An der Fachtagung «Digital Skills für Lehrpersonen» werden digitale Fähigkeiten für selbstorganisiertes und kompetenzorientiertes Lernen thematisiert. Die Veranstaltung des Careum Curriculumverbunds findet am Dienstag, 5. November 2019, von 9 bis 16 Uhr im Careum Auditorium in Zürich statt.

Von «Gamification» bis «Phygital»: Die Teilnehmenden erwarten an der Fachtagung spannende Beiträge, die auf das Lernen und Lehren mit digitalen Medien ausgerichtet sind. Hierfür konnten ausgewiesene Fachleute für drei Inputreferate und zwei Workshops gewonnen werden, die aus ihrer eigenen Praxis berichten werden und neue Ideen für den Unterricht mitgeben können.

Handlungsempfehlungen für die Praxis

Die Fachtagung richtet sich in erster Linie an Lehrpersonen aus dem Bereich der Gesundheitsberufe. Das Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis zu diskutieren. Wie wird der Bezug zwischen Lernen im virtuellen Klassenraum und der Anwendung in der Praxis hergestellt? Welche digitalen Skills braucht es für Lehrpersonen, um den Umgang mit virtueller Realität und Mensch-Maschine-Interaktion zu vermitteln? Diese und ähnliche Fragen stehen an der Fachtagung im Mittelpunkt.

Auch das Networking kommt nicht zu kurz: Während des Stehlunchs über Mittag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit anderen Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Anmeldung

Melden Sie sich gleich hier für die Fachtagung «Digital Skills für Lehrpersonen» an. Anmeldeschluss ist Freitag, 18. Oktober 2019.


Gemeinschaftliche Wohnformen als Versuchslabor für gesellschaftliche Fragen

Im Feiertagsprogramm strahlte SRF4News eine Reportage zum kollektiven Wohnen aus. Prof. Dr. Ulrich Otto, Forschungsleiter an der Careum Hochschule Gesundheit, erläuterte die Gründe für den Wunsch nach gemeinschaftlichen Wohnformen.

Gemeinschaftliches Wohnen liegt im Trend. Denn immer mehr Menschen, die eine Wohnung suchen, wollen nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf. Sozial durchmischte Wohnprojekte, häufig mitten in der Stadt, sind an verschiedenen Orten am Entstehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren sich selber, teilen Räume und Infrastruktur.

Im Feiertagsprogramm strahlte SRF4News eine Reportage zum kollektiven Wohnen aus. SRF-Redaktorin Maj-Britt Horlacher besuchte genossenschaftliche Wohnprojekte und sprach mit Fachleuten. Prof. Dr. Ulrich Otto, Forschungsleiter an der Careum Hochschule Gesundheit, erläuterte die Gründe für den Wunsch nach gemeinschaftlichen Wohnformen. Er betonte, dass heute nicht mehr nur Personen aus dem alternativen Milieu kollektive Wohnformen nutzten. «Alle möglichen Bevölkerungskreise finden sich inzwischen in gemeinschaftlichen Wohnalternativen», sagte er. Damit ändere sich die öffentliche Wahrnehmung kollektiven Wohnens, das nicht mehr so exotisch sei. Gemeinschaftliche Wohnformen seien gesellschaftspolitisch als Versuche bedeutend, um Antworten auf Fragen wie Wohnen im Alter und Flächenverbrauch zu finden.

Ulrich Otto beschäftigt sich im laufenden Forschungsprojekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» mit kollektivem Wohnen. Das gemeinsame Projekt mit dem ETH-Wohnforum zielt unter anderem auf eine Bestandsaufnahme der Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnprojekte im Kanton Zürich, inklusive generationen-über­grei­fender Formen.

Weitere Informationen zum Projekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» hier


Umfrage zu gemeinschaftlichen Wohnformen startet

Im Rahmen des Projekts «gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» startet die Umfrage zu den Wohnprojekten im Kanton Zürich. Ziel des gemeinsamen Projektes vom Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit und vom ETH-Wohnforum ist eine Bestandsaufnahme gemeinschaftlicher Wohnformen, die Menschen in der zweiten Lebenshälfte miteinbeziehen.

Im Rahmen des Projekts «gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» startet die Umfrage zu den Wohnprojekten im Kanton Zürich. Ziel des gemeinsamen Projektes vom Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit und vom ETH-Wohnforum–ETH CASE der ETH Zürich ist eine Bestandsaufnahme gemeinschaftlicher Wohnprojekte im Kanton Zürich. Es geht vor allem um Wohnformen, die Menschen in der zweiten Lebenshälfte miteinbeziehen; es müssen aber keine «Altersprojekte» sein.

Hintergrund ist die wachsende Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnformen: Mehrgenerationen-Wohnen, Wohngemeinschaften oder Hausgemeinschaften, in denen auch ältere Menschen leben. Der Kanton Zürich zeichnet sich durch besonders zahlreiche und vielgestaltige Projekte ge­mein­schaft­lichen Wohnens aus. We­nig bis nichts ist bekannt über die Zahl und Art der Projekte im Agglomerationsraum und in eher ländlichen Gemeinden des Kantons. Was bislang fehlt, ist eine Übersicht, wie viele Menschen in solchen Arrangements wohnen, welche Wohnformen es gibt, wie sie sich bewähren, wie sie finanziert werden oder wer die Initiantinnen und Initianten sind.

Das Projekt zielt auf eine Bestandsaufnahme der Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnprojekte, inklusive generationen-über­grei­fender Formen. Gefragt sind nicht nur Projekte, die bereits realisiert wurden, sondern auch solche, die abgebrochen wurden oder erst in Planung sind. Die Einblicke in die erfolgreiche und weniger erfolgreiche Praxis des gemeinschaftlichen Wohnens sollen später genutzt werden, um aufzuzeigen, wie künftig die Entwicklungsbedingungen für gemeinschaftliche Wohnformen verbessert werden können.

Weitere Informationen: www.wohnforum.arch.ethz.ch/de/gemeinschaftliche-wohnformen-der-zweiten-lebenshaelfte


Neuerscheinung «Einfluss der SwissDRG auf die vulnerablen Patientengruppen in der Schweiz»

In ihrem neu erschienenen Buch befasst sich Dr. Agnes Leu, Programmleiterin Young Carers beim Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit, mit rechtlichen und ethischen Fragen in Zusammenhang mit der Einführung der neuen Tarifstruktur SwissDRG in der Schweiz. Ausgehend von der Frage «Verändert sich der Wert der Pflege unter SwissDRG?» thematisierte sie ähnliche Fragen auch am SBK-Kongress vom 6. bis 8. Mai in Montreux.

Rechtliche und ethische Fragen in Zusammenhang mit der Einführung der neuen Tarifstruktur SwissDRG in der Schweiz wurden bis heute nur in begrenztem Umfang untersucht, rechtliche und ethische Analysen fehlen dazu nahezu gänzlich. Das neu erschienene Buch von Dr. Agnes Leu, Programmleiterin «Young Carers» beim Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesunhdeit, befasst sich in einem ersten Teil mit den Veränderungen in der schweizerischen Spitallandschaft seit 1994. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der aktuellsten Revision des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 2007 und der Einführung des neuen pauschalisierten Tarifsystems SwissDRG für akutstationäre Spitalleistungen in der Schweiz.

Als ein wichtiger Bestandteil der neuen Spitalfinanzierung kann SwissDRG Auswirkungen auf besonders verletzliche Patientengruppen haben. Diese Auswirkungen untersucht der zweite Teil. Er zeigt Chancen und Risiken des neuen Tarifsystems sowie massgebliche Schutzbestimmungen in Form einer ethisch-rechtlichen Kriteriologie-Matrix auf.

Das Buch beschränkt sich nicht auf die Analyse und die Beschreibung ethischer und rechtlicher Entwicklungen, die mit der Einführung von SwissDRG verbunden sind. Es will auch zu einer normativen Orientierung im Anwendungsbereich beitragen. Entsprechend umfasst der übergreifende Ansatz deskriptive und normative Anteile: Die Identifizierung ethischer und rechtlicher Fragestellungen im Bereich Auswirkungen von SwissDRG, die Analyse ethischer und rechtlicher Problemfelder im Bereich Auswirkungen von SwissDRG, die Bewertung verschiedener Handlungsmöglichkeiten zur Lösung von Problemen im genannten Bereich und die Umsetzung von begründeten Empfehlungen in der Praxis.

Am SBK-Kongress vom 6. bis 8. Mai in Montreux thematisierte Dr. Agnes Leu ähnliche Fragen auch in einem Workshop. Ausgehend von der Frage «Verändert sich der Wert der Pflege unter SwissDRG?» diskutierte sie die Ergebnisse der DRG-Begleitforschung.

Literatur

Leu, A. (2015). Einfluss der SwissDRG auf die vulnerablen Patientengruppen in der Schweiz: Ethische Kriterien und rechtliches Korrelat. Berlin: De Gruyter. Zur Verlags-Webseite


«Krankenpflege» zum bundesrätlichen Aktionsplan zur Unterstützung pflegender Angehöriger

Anke Jähnke und Iren Bischofberger vom Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesunhdeit stellen in der neuesten Ausgabe von «Krankenpflege» den Aktionsplan des Bundesrates zur Unterstützung pflegender und betreuender Angehöriger vor. Sie verweisen auf die Impulse, die der Aktionsplan professionell Pflegenden gibt, wie sie die Qualität und den Zugang zu Unterstützungsangeboten für Angehörige verbessern können.

Für die pflegenden Angehörigen erkrankter, behinderter oder älterer Personen mangelt es nach wie vor an Angeboten für Auszeiten und zur Regeneration. Anke Jähnke und Iren Bischofberger vom Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit stellen in «Krankenpflege» den Aktionsplan des Bundesrates vor und verweisen auf die Impulse, die der Aktionsplan professionell Pflegenden gibt, wie sie die Qualität und den Zugang zu Unterstützungsangeboten verbessern können.

Dass Angehörige einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung in der Schweiz leisten, bestreitet niemand. Allein im Erwerbsalter von 15 bis 64 Jahren und ohne Personen im Rentenalter mitzurechnen, ist von rund 330 000 Personen auszugehen, die regelmässig Betreuungs- und Pflegeaufgaben für erkrankte, behinderte oder ältere Angehörige übernehmen.

Der Aktionsplan des Bundesrates zur Unterstützung von Angehörigen umfasst die folgenden vier Handlungsfelder:

  • Information und Daten
  • Entlastungsangebote – Qualität und Zugang
  • Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung und -pflege
  • Betreuungsurlaub oder alternative Unterstützungsmöglichkeiten

Die Ergebnisse der schweizweiten Bestandsaufnahme, die Careum Forschung und das Büro BASS durchführten, zeigen, dass Angebote in den vier Kategorien unterschiedlich häufig verfügbar sind. Für die Umsetzung sind Bund, Kantone, Gemeinden, private Organisationen sowie Unternehmen zuständig. In allen Handlungsfeldern spielt die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Betreuung und Pflege von Angehörigen eine zentrale Rolle. Wenn die Angehörigen, wie im Bundesratsbericht gefordert, eine starke Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen sollen, ist ein modernisiertes Verständnis dieser Rolle im Versorgungsgeschehen angezeigt. Denn Angehörige sind nicht nur belastete Empfängerinnen und Empfänger von Hilfeleistungen, sondern auch wesentlich mitgestaltende Akteure, die kreativ und lösungsorientiert handeln.

Artikel in Krankenpflege 5/2015: PDF
Materialien und Informationen zum Aktionsplan