Careum fördert vier Projekte aus Corona-Hackathon

Investition im Kampf gegen Corona: Careum unterstützt vier Projekte, die konkrete Lösungen für die Corona-Krise bieten. Sie sind im Rahmen des Hackathons #CodeVsCOVID19 entstanden.

Screenshot mit Teilnehmenden des Hackathons #CodeVsCOVID19 von HackZurich. Bild: pd.

Beim Hackathon #CodeVsCOVID19 von HackZurich sind innerhalb von 72 Stunden über 300 Lösungen im Kampf gegen das Coronavirus entstanden. Doch damit sind die Probleme noch längst nicht gelöst. Nun geht es darum, diese Prototypen in Form von Web- oder Mobileapps aus dem Hackathon schnell weiterzuentwickeln, damit sie auch im Alltag angewendet werden können.

Die Careum Stiftung, die sich beim Hackathon bereits als Partner engagiert hat, will dazu einen Beitrag leisten und unterstützt vier Hackathon-Projekte.

Kleine Finanzspritze und Zugang zu Kontakten

Es handelt sich dabei um die Projekte «match4care», «Detect now», «Corona Immunity Certificate – blockchain secured proof» und «Next Step – Get back together». Die ersten drei genannten Projekte erhalten jeweils einen finanziellen Beitrag in der Höhe von 1000 Franken von Careum. Beim vierten Projekt spendet Careum ein grosszügiges Essenspaket, um die beteiligten Hacker für ihre Strapazen während des Hackathons kulinarisch zu entschädigen.

Alle Projekte können zudem vom nationalen und internationalen Kontaktnetz von Careum im Gesundheitswesen profitieren. Dieses gründet etwa auf Veranstaltungen wie dem Careum Dialog mit hochkarätigen Gäste aus dem Gesundheits- und Bildungswesen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, oder dem Sciana-Netzwerk, das führende Akteure aus dem Gesundheitswesen und der Gesundheitspolitik in Europa vernetzt.

Was die unterstützten Projekte können

Doch was steckt nun konkret hinter den Projekten, die Careum unterstützt? «Match4care» ist eine Plattform, die Berufsleute mit freier Kapazität sowie hilfesuchende Heime und andere Gesundheitsbetriebe miteinander verbindet – unkompliziert und schnell. Fachlich unterstützt wurde das Hackerteam dabei unter anderem von Iren Bischofberger, Leiterin des Forschungsprogramms «work & care» an der Careum Hochschule Gesundheit. Mehr zum Projekt «match4care» erfahren Sie auch hier

Beim Projekt «Detect now», das beim Hackathon als Sieger im Publikumsvoting hervorging, handelt es sich um eine einfache Weboberfläche, auf der man Soundproben seines Hustens hochladen kann. Dank künstlicher Intelligenz und Deep Learning erfährt man dann direkt, ob man das Coronavirus hat oder nicht. Für diese Lösung ist allerdings noch eine medizinische Studie erforderlich.

Das Team von «Corona Immunity Certificate – blockchain secured proof» hat ein fälschungssicheres Corona-Immunitätszertifikat entwickelt. Damit könnten alle Personen, die nachweislich den Coronavirus überstanden haben und immun sind, schneller wieder am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen.

Im Projekt «Next step – Get back together» geht es um eine App zur Kontaktverfolgung. Sie speichert alle Kontakte mit anderen Personen, die eine gewisse Zeitspanne überschreiten. Alle Daten werden anonymisiert gesammelt. Es werden auch keine Standortdaten weitergegeben. Sobald eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wird, kann sie dies in der App angeben. Dadurch werden alle anderen Personen anonym gewarnt, die Kontakt mit der infizierten Person gehabt haben.

 

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Alle Projekte aus dem Hackathon im Überblick


BAG-Vizedirektor wird neuer CEO von Careum

Chefwechsel bei Careum: Stefan Spycher folgt als CEO auf Michael Gysi. Der BAG-Vizedirektor übernimmt am 1. Oktober 2020 die Geschäftsleitung bei Careum.

Neuer CEO: Stefan Spycher wechselt vom Bundesamt für Gesundheit zu Careum. Bild: pd

Dr. rer. pol. Stefan Spycher wird ab 1. Oktober 2020 neuer CEO von Careum. Der Stiftungsrat von Careum hat ihn an seiner regulären Sitzung vom 1. April 2020 gewählt. Der Vizedirektor des Bundesamtes für Gesundheit tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Michael Gysi an, der die Leitung des Amts für Landwirtschaft & Natur des Kantons Bern übernimmt und Careum Ende Mai 2020 verlässt. In der Übergangszeit von Mai bis Oktober 2020 wird Felix Dettwiler, Leiter Careum Verlag, interimistisch die Geschäfte bei Careum führen.

Bedeutende Persönlichkeit mit viel Erfahrung im Gesundheitswesen

Stefan Spycher (53) leitet seit 2008 im Bundesamt für Gesundheit als Vizedirektor den Direktionsbereich Gesundheitspolitik. Von 1992 bis 2006 war er Mitinhaber und Geschäftsleiter der privatwirtschaftlichen BASS AG (Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien) und von 2006 bis 2008 Leiter des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums. Seit 2018 ist er Mitglied des Sciana-Netzwerks, das führende Akteure aus dem Gesundheitswesen und der Gesundheitspolitik in Europa vernetzt und von Careum mitbegründet wurde.

Mit der Wahl von Stefan Spycher ist es dem Stiftungsrat gelungen, eine bedeutende Persönlichkeit für Careum zu begeistern, die einen beeindruckenden Erfahrungs- und Leistungsausweis im Gesundheitswesen mitbringt. Stefan Spycher hat mit Careum seit Jahren eng zusammengearbeitet und weiss, welche Herausforderungen und Chancen sich Careum im Bildungs- und Gesundheitswesen stellen.

Neuer Stiftungsrat gewählt

Der Stiftungsrat hat an der gleichen Sitzung zudem Dr. oec. Hans C. Werner (60) in den Stiftungsrat gewählt. Er ist seit September 2011 Chief Personnel Officer (CPO) und Mitglied der Konzernleitung bei Swisscom. In seinen früheren Tätigkeiten war Hans C. Werner unter anderem HR Vice President Europe North and East bei Schindler und Head Global Human Resources der Swiss Re, für die er in verschiedenen Funktionen bereits seit 1999 tätig war. Zuvor war er Rektor der Kantonsschule Büelrain in Winterthur. Hans C. Werner ist auch Mitglied des Verwaltungsrates der Kantonsspital Aarau AG.


Was erhoffen sich drei Expertinnen vom Hackathon?

Kluge Köpfe entwickeln im Hackathon von HackZurich Lösungen für die Corona-Krise. Careum hat Wünsche an die Community zusammengetragen.

Anders als bei konventionellen Hackathons fand der Corona-Hackathon nur virtuell statt. Bild: pd

Das neue Coronovirus COVID-19 hat sich schnell zu einer globalen Krise entwickelt. Viele Länder kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen, bei deren Bekämpfung es so wenig Zeit wie möglich zu verlieren gilt.

Deshalb hat HackZurich vom 27. bis 30. März 2020 kluge Köpfe auf der ganzen Welt in einem globalen, virtuellen Hackathon vernetzt. Innerhalb von 72 Stunden haben 3000 kluge Köpfe aus über 80 Ländern gut 300 technlogiebasierte Lösungen rund um die Herausforderungen der Corona-Krise entwickelt.

Wünsche an die Community

Careum hat vor dem Start des Hackathons bei drei Expertinnen aus dem Gesundheitswesen ihre Wünsche abgeholt. In den folgenden Videos erklären Prof. Dr. Iren Bischofberger, Leiterin des Forschungsprogramms «work & care» an der Careum Hochschule Gesundheit, Dr. Jacqueline Martin vom Universitätsspital Basel, künftige Geschäftsleiterin der Careum Hochschule Gesundheit, und Gabi Brenner, Direktorin Pflege am Universitätsspital Zürich, welche Lösungen sie sich vom Hackathon erhoffen.

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Newsmeldung zum Abschluss des Hackathons

 


Corona-Krise: Hacker entwickeln über 300 Lösungen

Der Hackathon #CodeVsCOVID19 hat 3000 kluge Köpfe aus über 80 Ländern mobilisiert. Innerhalb von 72 Stunden hat die Online-Community über 300 Lösungen zur Corona-Krise entwickelt.

Screenshot mit Teilnehmenden des Hackathons #CodeVsCOVID19. Bild: pd.

Der Hackathon #CodeVsCOVID19 von HackZurich hat im Kampf gegen das Coronavirus ungeahnte Kräfte mobilisiert: 2600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 350 Mentorinnen und Mentoren aus 85 Ländern und 22 Zeitzonen sind von Freitagabend bis Montagabend, 27. bis 30. März 2020, auf zwei Online-Plattformen zusammengekommen.

Sie haben total 100 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden gegen das Coronavirus investiert. Dies, obwohl viele von ihnen, wie etwa die Gesundheitsfachpersonen, in diesen Tagen besonders unter Druck stehen, wie der Organisator HackZurich in einer Medienmitteilung schreibt.

Starke Ergebnisse in kürzester Zeit

In interdisziplinären Teams aus Techtalenten, Medizinerinnen und Medizinern, Epidemiologinnen und Epidemiologen sowie weiteren Fachpersonen wurden in kürzester Zeit gemeinsame Lösungsansätze ausgearbeitet. Entstanden sind 306 technologiebasierte Lösungen, um das Leben in der Corona-Krise zu erleichtern. Die Resultate sind open-source basierte Prototypen wie Mobile- und Webapps. Sie adressieren dringende gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen. Die Projekte sind öffentlich zugänglich und können hier eingesehen werden.

Grösster Beliebtheit erfreuten sich Prototypen für Themen wie den Ressourcenabgleich von Material, Personal und Kapazitäten in Spitälern, die Vereinfachung von Nachbarschaftshilfe, die zuverlässige Visualisierung zur Ausbreitung des Virus, die Sicherstellung der richtigen und regelmässigen Händehygiene, die Vereinfachung von Social Distancing und die Vermeidung von Menschenansammlungen, die Prognose von Kapazität und Auslastung von Einkaufsläden zur Vermeidung von Warteschlangen, vielseitige Diagnosetools, Tools für Kommunikation und soziale Interaktion im Home Office, für den Heimunterricht und für ältere Menschen, Lösungen zur Vereinfachung der richtigen Selbstisolation sowie Plattformen zur Übersicht von Testkapazitäten weltweit und von bereits immunisierten Personen.

Aufruf zur Weiterenwicklung und Unterstützung

Für die Organisatoren und Teilnehmenden stand von Anfang der grösstmögliche Nutzen aller Projekte im Vordergrund. Deswegen wurde auf eine explizite, individuelle Prämierung einiger weniger Gewinner verzichtet. Die Projektteams können sich aber unter Angabe konkreter nächster Schritte um einen finanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung bewerben.

Im Vordergrund steht nun, verschiedene Lösungsansätze schnell weiterzuentwickeln, und wo immer möglich im Alltag anzuwenden. Interessierte, die zur Weiterentwicklung der Projekte beitragen wollen, können sich direkt bei den Organisatoren melden. Die Community wird auch in den kommenden Wochen weiterhin aufrechterhalten und aktiv unterstützt, so dass der Austausch fortgesetzt werden kann.

Unkomplizierte und schnelle Zusammenarbeit

Die gemeinnützige Initiative #CodeVsCOVID19 wurde von HackZurich innert kürzerster Zeit unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) ins Leben gerufen. Unter anderem hat sich auch die Careum Stiftung als Partner für die Initiative engagiert und vor dem Start bereits Wünsche von drei Expertinnen an die Online-Community eingeholt. Die Videos dazu können hier angeschaut werden.

Der dreitägige Hackathon hat laut den Organisatoren gezeigt, welche ungeahnten Kräfte freigesetzt werden können, wenn kluge Köpfe und Organisationen unkompliziert, schnell und mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten. Nun bleibt es spannend, wie die Ideen in Taten umgesetzt werden.

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Videos mit drei Expertinnen zu den Erwartungen an den Hackathon
Webseite mit den Projekten aus dem Hackathon
Webseite zur Initiative #CodeVsCOVID19


Das Gesundheitspersonal darf gratis parkieren

Careum leistet einen Beitrag, damit das Gesundheitspersonal in Zürich rasch an den Arbeitsplatz gelangen kann. Die Schranke zum Parkhaus auf dem Careum Campus ist offen.

Die Einfahrt zum Careum Parkhaus befindet sich gleich neben dem Careum Auditorium. Bild: Thomas Entzeroth

In den Städten Zürich und Winterthur dürfen Personen, die in der Grundversorgung arbeiten, ab Freitag, 20. März 2020 gratis parkieren. Auch Careum leistet in dieser Ausnahmesituation rund um den Coronavirus einen Beitrag, damit das Pflegepersonal sowie Ärztinnen und Ärzte rasch an den Arbeitsplatz gelangen können. Die Schranke zum Parkhaus auf dem Careum Campus an der Pestalozzistrasse ist offen.

Careum appelliert bei dieser unbürokratischen Aktion an die Solidarität aller Parkplatzbenützerinnen und -benützer. Die Gratisparkplätze im öffentlichen Bereich des Careum Parkhauses richten sich in erster Linie an Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Bitte lassen Sie diesen im Careum Parkhaus den Vortritt!

Lageplan

Die Einfahrt zum Careum Parkhaus befindet sich gleich neben dem Careum Auditorium an der Pestalozzistrasse 11.