Digital lernen in Spitex und Spital: Genial oder fatal?

Welche konkreten Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die praktische Aus- und Weiterbildung in den Gesundheitsberufen? Diese Frage steht am Careum Forum 2019 im Zentrum. Die kostenlose Fachveranstaltung findet am 29. August 2019 in Zürich statt.

Das Careum Forum 2019 findet am 29. August im Careum Auditorium in Zürich statt. Bild: Stefanie Koehler

Das Careum Forum 2019 nimmt Versorgungseinrichtungen im Gesundheitswesen als digitale Bildungsanbieter in den Fokus. Wie viele digitale Kompetenzen benötigen zukünftige Health Professionals? Sind Berufsbildnerinnen und Berufsbildner in der Praxis gut darauf vorbereitet? Welche Chancen können durch die Digitalisierung für die Bildung in der beruflichen Praxis ergriffen werden?

Spannende Gäste auf dem Podium

Diesen und weiteren Fragen nimmt sich am Careum Forum 2019 eine Gesprächsrunde mit spannenden Gästen an. Es diskutieren Kerstin Schmölzer, Bildungsverantwortliche bei der Spitex Zürich Limmat, Daniel Ammann, Leiter Höhere Fachschule Pflege am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales Chur, Monika Wieland, Bildungskoordinatorin am Kantonsspital Baden, und Hansueli Trüeb, Patientenvertreter vom Diabetesclub Schweiz.

Für weitere Denkanstösse sorgen die beiden Referentinnen Prof. Dr. Ines Trede, Leiterin Observatorium am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung, und Dr. Eva-Maria Panfil, Leiterin Bildung Direktion Pflege und MTTB am Universitätsspital Zürich. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich, Leiterin Careum Bildungsentwicklung.

Careum Auditorium in Zürich als Veranstaltungsort

Das Careum Forum 2019 findet am Donnerstag, 29. August, von 15.15 bis 18.15 Uhr im Careum Auditorium in Zürich statt. Die Teilnahme an der Fachveranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich an der Veranstaltung aktiv zu beteiligen. Zusammen mit der Anmeldung können sie Fragen einsenden, die in der Gesprächsrunde aufgenommen werden.

Das diesjährige Forum knüpft nahtlos an den Careum Dialog 2019 an. An letzterer Veranstaltung feilten rund 70 Teilnehmende gemeinsam am Careum Working Paper 8, das Postulate und Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bildung in den Gesundheitsberufen enthält. Davon existiert auch eine Kurzversion.

Anmeldung

Klicken Sie hier, um sich ihren Platz am Careum Forum 2019 zu sichern.


Schnelle Innovationen im Gesundheitswesen gesucht

Hackathon vom 20. bis 22. September 2019 im Careum Auditorium: sciana.innovate.healthcare sucht Personen, die innerhalb von 48 Stunden Innovationen für das Gesundheitswesen ausarbeiten.

Die Veranstaltung sciana.innovate.healthcare ist ein Hackathon für Innovatorinnen und Innovatoren, die daran interessiert sind, das Gesundheitswesen mit fortschrittlichen Ideen und kreativem Denken zu revolutionieren. Egal aus welcher Branche: Ob Wirtschaft, Informatik, Technologie, Design oder Gesundheitswesen. Mitmachen können alle, die etwas für Patientinnen und Patienten bewegen wollen. Das Ziel ist es, bei der Lösung einer realen Herausforderung im Gesundheitswesen zu helfen, zusammen mit Personen aus den Netzwerken von Sciana, Careum, Health Foundation und Robert Bosch Stiftung.

Zu Gast im Careum Auditorium

Der Hackathon findet am Wochenende vom 20. bis 22. September 2019 im Careum Auditorium in Zürich statt. Die Teams haben 48 Stunden Zeit, um Lösungen für die Herausforderungen auszuarbeiten, die aus Beiträgen von Einzelpersonen und Industriepartnern ausgewählt werden. Dabei werden die Teams von erfahrenen Coaches unterstützt. Neben der Erarbeitung eines Lösungsvorschlages besteht auch die Möglichkeit, an Vorträgen teilzunehmen, erfahrene Coaches zu treffen und Unterstützung in Form eines Elektronik-Workshops oder eines 3D-Druckers in Anspruch zu nehmen.

Jury vergibt drei hochwertige Preise

Von den Teams wird erwartet, dass sie am Sonntagabend einen Pitch präsentieren und auch einen Prototyp (App, Software, Hardware usw.) vorführen, den sie in 48 Stunden erstellt haben. Eine Jury aus renommierten Branchenexperten wird dann drei Preise in den Kategorien «Innovativste Lösung», «Höchste Wirtschaftlichkeit» und «Grösster Patientennutzen» vergeben. Zusätzlich wird es auch einen Publikumspreis geben. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache durchgeführt. Es ist möglich, während des Hackathons auf dem Gelände zu übernachten.

Anmeldung und weitere Informationen

Registrieren Sie sich noch heute unter http://sciana.innovate.healthcare. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Anlass. Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 31. Juli 2019.


Laufbahnberatung verzeichnet grosse Nachfrage

Das Angebot der neuen Careum Laufbahnberatung wird rege genutzt: Innerhalb von 9 Monaten sind rund 150 Anfragen für Beratungen zu Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen eingegangen.

Die Laufbahnberaterinnen: Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner (v.l.). Bild: Reto Schürch (Careum)

Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner sorgen für mehr Durchblick in der vielfältigen Bildungslandschaft im Gesundheitswesen. Sie bilden seit November 2018 das Team der Careum Laufbahnberatung und bieten individuelle Beratungsgespräche in Aarau und Zürich an.

Die Careum Laufbahnberatung steht allen interessierten Personen – unabhängig von ihrem Bildungshintergrund – offen, die sich im Gesundheitswesen aus- oder weiterbilden möchten. Und das Angebot erfreut sich grosser Beliebtheit: Innerhalb der ersten neun Monate sind bereits rund 150 Anfragen für kürzere oder längere Beratungen bei den beiden Beraterinnen eingegangen.

Auf individuelle Wünsche und Vorstellungen eingehen

Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner ist es ein Anliegen, individuell zu beraten, ziel- und lösungsorientiert vorzugehen, das Potenzial der Kundinnen und Kunden miteinzubeziehen, sich möglichst sinnvoll an den Wünschen und Vorstellungen der Kundinnen und Kunden zu orientieren sowie realistische Möglichkeiten und allfällige Grenzen aufzuzeigen.

Die ersten Feedbacks der Kundinnen und Kunden fallen laut Marlène Wälchli Schaffner positiv aus: «Sie fühlen sich ermutigt und gestärkt, um die nächsten Schritte anzupacken. Vielen können wir die Hoffnung geben, ihren Traum und Wunsch zu leben.»

Mehr erfahren

Careum Laufbahnberatung


Gemeinschaftliche Wohnformen als Versuchslabor für gesellschaftliche Fragen

Im Feiertagsprogramm strahlte SRF4News eine Reportage zum kollektiven Wohnen aus. Prof. Dr. Ulrich Otto, Forschungsleiter an der Careum Hochschule Gesundheit, erläuterte die Gründe für den Wunsch nach gemeinschaftlichen Wohnformen.

Gemeinschaftliches Wohnen liegt im Trend. Denn immer mehr Menschen, die eine Wohnung suchen, wollen nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf. Sozial durchmischte Wohnprojekte, häufig mitten in der Stadt, sind an verschiedenen Orten am Entstehen. Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren sich selber, teilen Räume und Infrastruktur.

Im Feiertagsprogramm strahlte SRF4News eine Reportage zum kollektiven Wohnen aus. SRF-Redaktorin Maj-Britt Horlacher besuchte genossenschaftliche Wohnprojekte und sprach mit Fachleuten. Prof. Dr. Ulrich Otto, Forschungsleiter an der Careum Hochschule Gesundheit, erläuterte die Gründe für den Wunsch nach gemeinschaftlichen Wohnformen. Er betonte, dass heute nicht mehr nur Personen aus dem alternativen Milieu kollektive Wohnformen nutzten. «Alle möglichen Bevölkerungskreise finden sich inzwischen in gemeinschaftlichen Wohnalternativen», sagte er. Damit ändere sich die öffentliche Wahrnehmung kollektiven Wohnens, das nicht mehr so exotisch sei. Gemeinschaftliche Wohnformen seien gesellschaftspolitisch als Versuche bedeutend, um Antworten auf Fragen wie Wohnen im Alter und Flächenverbrauch zu finden.

Ulrich Otto beschäftigt sich im laufenden Forschungsprojekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» mit kollektivem Wohnen. Das gemeinsame Projekt mit dem ETH-Wohnforum zielt unter anderem auf eine Bestandsaufnahme der Vielfalt gemeinschaftlicher Wohnprojekte im Kanton Zürich, inklusive generationen-über­grei­fender Formen.

Weitere Informationen zum Projekt «Gemeinschaftliche Wohnformen in der zweiten Lebenshälfte» hier


Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen

Gegen 70 Fachpersonen aus allen Praxisfeldern des Gesundheits- und Sozialwesens diskutierten am 15. Januar den Bericht des Bundesrates «Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen». Die Referentinnen waren sich einig, dass der Bericht einen wichtigen Anfang darstellt, sich mit der Bedeutung der pflegenden Angehörigen zu befassen.

Gegen 70 Fachpersonen aus allen Praxisfeldern des Gesundheits- und Sozialwesens diskutierten am 15. Januar den Bericht des Bundesrates «Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen». Zur Abendveranstaltung in Zürich lud das Forschungsinstitut der Careum Hochschule Gesundheit ein.

Angehörige sind seit langem massgeblich Beteiligte in der häuslichen, aber auch stationären Gesundheitsversorgung. Sie engagieren sich mit oder ohne Berufstätigkeit für ihre erkrankten, behinderten oder älteren Nächsten jeden Alters. Der Bundesrat hat erkannt, dass sie eine wichtige Ressource im Gesundheitswesen sind und präsentierte am 5. Dezember 2014 seinen Bericht zur Unterstützung von Angehörigen. Dieser Bericht bot die Grundlage, Chancen und Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren.

Zu Gast waren Salome von Greyerz, Leiterin Abteilung für Gesundheitsstrategien beim Bundesamt für Gesundheit, die den Bericht und seine vier Handlungsfelder vorstellte. Elsbeth Fischer-Doetzkies diskutierte den Bericht aus ihrer persönlichen Sicht einer Angehörigen, die aber keineswegs ein Einzelfall darstellt. Christine Rex, Pflegeexpertin RegioSpitex Limmattal und Studiengangleiterin an der Careum Hochschule Gesundheit, stellte aus der Sicht der Spitex und der Bildung die Frage: «Was ändert sich mit dem Bundesratsbericht?»

Die Referentinnen waren sich einig, dass der Bericht einen wichtigen Anfang darstellt, sich mit der Bedeutung der pflegenden Angehörigen zu befassen. Die Gespräche machten aber auch deutlich, dass der Diskussionsbedarf gross ist. Nationalrätin Silvia Schenker, die als Präsidentin der Subkommission Familienpolitik am Postulat wesentlich beteiligt war, das den Anstoss für den Bericht gab, forderte in einer Videobotschaft dazu auf, sich für die Anliegen der Angehörigen auch politisch immer wieder zu engagieren.

Die Diskussion wird im Careum-Blog weitergeführt: blog.careum.ch

Erfahren Sie mehr zum Bundesratsbericht